"Gorch Fuck"

felix ⌂ @, Sonntag, 30. Januar 2011, 00:54 (vor 2670 Tagen)
bearbeitet von felix, Sonntag, 30. Januar 2011, 16:45

„Gorch Fuck“,

ein Schiff wie jedes, das dampft und segelt; und somit findet sich auch dort im langen Seetörn so mancher Seemann, der außer der Waschfrau auch noch die hässlichste Kadettin (zumindest unterhalb des Koppelschlosses)….. begehrenswert findet.

In ihrer Selbstüberschätzung drängen militante Emanzen auch in die letzte Männerdomäne, nicht einkalkulierend - (gelegentlich wohl auch erhoffend) - wer unbedingt Imker sein will, der wird dann auch mal gestochen!
Außer ihrem Beauty Case hatten vor ihrer Anmusterung die emanzipierten selbstbewussten Kriegerinnen wohl noch andere Rosinen im (See)Sack.
Jetzt häufen sich die Konflikte auf der „Gorch Fuck“.
Die Eine fällt des nachtens außenbords, eine Andere aus dem Mast, die Nächste braucht einen Gynäkologen!
Die Trauerfeier für die Verunglückte ging anscheinend nahtlos in eine Faschingsfete über.

Als auf hölzernen Schiffen noch eiserne Männer fuhren, galt folgende Maxime:
„Aalns wad nich över dee Reeling pissen kann, häd an Burd nix tau seucken“ so einfach ließe sich dieses Geschlechter-Problem lösen, Herr Minister!
Zu Guttenberg, m.E.n. ein fähiger Mann, soll nun als Vorturner so einen, über die Welt verstreuten Operetten-Verein wieder auf Vordermann trimmen und sich von unkompetenten Politikern, unter deren Fittichen vorher dieser militärische e.V. vergammelte, zum Rücktritt auffordern lassen.

Segelsetzen in der Takelage, das unterliegt auf diesem seltsamen Unternehmen der„Freiwilligkeit“(!) und nicht wie ansonsten üblich, der diensthabenden Wache!
Das hat der Wehrbeauftragte, Herr Königshaus, der Weich-Ein-Betreuer der Bundeswehr, jedem Kadetten ausdrücklich zugestanden.
Wohlgemerkt, auf einem Kriegsschiff! Wer da den Dienst verweigert, ist keinesfalls ein Meuterer, der hinterfragt nur kritisch und selbstbewusst das an ihn gerichtete Ersuchen!
Das ist jetzt das Neue, antiautoritäre Truppenführung!
Die Rotbannerflotte, sollte sich in einem Konfliktfall warm anziehen!

Recht voraus, vor dem Segler, braut sich ein Tropen-Gewitter zusammen.
Da tritt dann wohl der WO an Deck: „Sehr geehrte Kadettinnen und Kadetten. Wer von Ihnen würde sich freundlicherweise bereit erklären, aufzuentern, um an den Rahen von Großmast und Besan die Segel zu reffen?......
Mmmm, nur zwei Damen und 12 Herren? Damit lässt sich dieses Manöver nicht durchführen.
Dann wünsche ich weiterhin gute Ruhe!“
Oder wie?
Würde Cpt. Blei von der „Bounty“ in der Hölle davon erfahren, würde sich der auf die Schenkel schlagen und belustigt losprusten, dass davon das Fegefeuer erlischt. Und neben ihm Admiral Nelson erst noch!

Äquatortaufe auf der „Gorch Fock“.
Ein besonders prekärer Fall für den Weicheibeauftragten, Herrn Königshaus: Ihm ist u.a. zu Ohren gekommen, ein Kadett wurde in einer Wanne sogar mit dem Kopf unter Wasser getaucht, mit Essensresten bekleckert und danach auch noch mit einem Schlauch bespritzt!

Ein besonders gravierender Fall gegen christliche Grundwerte, Menschenrechte, die Würde, den Persönlichkeitsschutz und das Recht auf noch ein Dutzend anderer schmückender Attribute, die den mündigen Staatsbürger glücklich machen.

(Nur wenn der Bürger von allerhöchster Regierungsstelle voll verarscht wird, dann ist das alternativlos und verfassungskonform! Die Würde des Menschen ist unantastbar! Und davon Jahr für Jahr, mehr Netto vom Brutto!)

Jetzt erwägt der Minister diesen männerulkenden Dreimastenzirkus „Gorch Fock“ irgendwo an die Pfähle zu laschen.
Hoffentlich nicht in Rostock, dort liegen schon die „Dresden“, „Likedeeler“ und „Stubnitz“ versandet in der Warnow und kostenmäßig dem Steuerzahler auf der Tasche.
Selbstverständlich machen diejenigen, die sich nach einer Verschrottung des Seglers dann ihrer Pfründe beraubt sähen, riesigen Alarm.
Kapitän Schatz allerdings ist schon, bis auf weiteres, seines Amtes enthoben.

Ob sich gelegentlich auch mal der hochdotierte Führungsstab der „Gorch Fock“ jemals gefragt hat, aus welchem tieferen Sinn das Schiff, nur mit Gehaltsempfängern im Laderaum, eigentlich so kostenintensiv auf der Erdkugel herumkurvt?
Damit künftige Schiffsoffiziere „von der Pike auf“ außer Knotenknüpfen auch Deck schrubben, Glocke putzen und höher-offizielle Kotze wegmachen lernen?
In dieser Kaderschmiede gehärtet, sitzen sie dann später im beheizten Chefsessel eines Büros oder vor dem True Motion- und GPS-Display, währen ihr Kampfblech automatisch GPS-gesteuert der Kurslinie auf der elektronischen Seekarte folgt.

(Am 26.1.2011, just während der Verfassung dieses Artikels, wurde als drittes Schiff der Reederei die Bremer „Beluga Nomination“ in aller Seelenruhe von Piraten bei den Seychellen gekapert, nach zweieinhalb Tagen auch der Sicherheitsraum der Besatzung aufgebrochen.
Wie gesagt, in Seelenruhe.
Sämtliche Kriegsschiffe der EU-Mission „Atlanta“ liegen dort gegenwärtig ein wenig im Hafen.
(Reparieren, Bunkern, Milchreis fassen und Liegestühle auswechseln.)

Mein Freund Kl. Geb. charakterisiert den Männerulk auf dem schwimmenden Dreimastenzirkus „Gorch Fock“ besonders treffend:
„Als ob der moderne städtische Nahverkehr es für jeden angehenden Busfahrer zwingend erforderlich hält, dass der vorher als "Kadett" intensiv mit der Personenbeförderung mit Pferdefuhrwerken vertraut gemacht wurde!


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