Rezension

Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 13:28 (vor 3407 Tagen) @ mannomann
bearbeitet von Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 13:36

Okey, Mannomann, aus deinen Worten geht hervor, dass du es ehrlich meinst. Das ging aus dem ersten Eintrag nicht ganz so hervor. Ja, die Diskussion mag für einen Außenstehenden unverständlich sein. Wir hätten mit der Vergangenheitsbewältigung längst weiter sein können, aber die ehrliche Auseinandersetzung darüber wurde seit 20 Jahren, von wem auch immer, gedeckelt. Jemand wollte sich seine heile Welt nicht kaputt machen lassen, in der er sich so schön eingerichtet hatte. Er wollte nicht vom Baum der Erkenntnis essen, um nicht aus seinem Paradies zu fliegen.
Stolz auf den Beruf, wie du schreibst, der war für den Rostocker Seemann eben nur unter dem Kürzel DSR möglich. Es gab Leute zwischen Kap Arkona und Fichtelberg, die wollten tatsächlich nur zur See fahren, egal ob die Firma nun DSR, Hansa oder HAPAG hieß. Und warum erst dafür einen Schuss in den Rücken riskieren? Die wenigsten konnten sich den Traum erfüllen und die, die es schafften durch die Maschen der "Sicherheitsorgane" zu schlüpfen, die mussten sich verbiegen, leider, wie viele andere im Lande auch.
Und machen wir uns doch nichts vor, die von dir aufgeführten menschlichen Schwächen, die gab und gibt es überall. Darüber würde kein Mensch auch nur ein Wort verlieren, wenn, ja wenn die Seefahrt bei der DSR nicht unter der Schirmherrschaft des Big Brother gestanden hätte.
Das Forum ist zwar nicht für Schleichwerbung da, aber gehe in den Buchladen, kaufe "Babbeljahn un daddeldu" von Friedrich Seibicke oder "Seemanns Braut" von Berndt Gückel, wenn du sie nicht schon hast, und du kommst mit der Wahrheitsfindung ein Stück voran. Mehr können wir nicht für dich tun!
Es war mir eine Ehre.


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