Rezension

OAL-CK238 @, Montag, 26. Januar 2009, 09:20 (vor 3405 Tagen) @ mike40

Herr Spiewok

„WO WIR SIND IST IMMER VORN UND WENN WIR EINMAL HINTEN SIND, IST HINTEN VORN!“ das ist die volkstümliche Übersetzung von „DIE PARTEI HAT IMMER RECHT“ !
Sie haben das verinnerlicht. Sie glauben noch heute daran.
Wenn etwas nicht passt, dann wird es halt gedreht!
„Funker Felix“ hat nur seine Erinnerungen aufgeschrieben! In einem humorvollen und ironischem Stil. Für mich ist er ein lebensfroher und junggebliebener Mann der mit beiden Beinen im Leben steht und mit offenen Augen durchs Leben geht!
Man muß nicht jedes Wort von ihm auf die Goldwaage legen, man muß auch nicht jedem Satz zustimmen, aber man muss anerkennen, dass es sich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt und zum Dialog ermuntert!
Aber für Sie ist es einfach schwer in den Spiegel zu schauen!
Was Heinmück geschrieben hat war nicht sachliche Argumentation, sondern genau die giftgrüne Brühe mit verbalen Entgleisungen von der Sie sprechen.
Andere Meinungen ließen Sie und Ihresgleichen niemals gelten!
Nehmen Sie nur als spontane Auswahl, Robert Havemann, Rudolf Bahro, Wolf Biermann.
Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Sie haben niemals gefragt richtig oder falsch, sondern nur andere Meinung?
Also Feind oder wie Günther Schabowski, Verräter!
So verfahren Sie auch noch heute!
Und wenn Heinmück der Schrifsteller Walter Kaufmann ist, dann kann man nur sagen, ALTER SCHÜTZT VOR TORHEIT NICHT!
Hat er doch schlimm unter den Nazis gelitten.
Jeder, aber auch jeder vernünftige Mensch verurteilt ohne Wenn und Aber das faschistische System. Und eine Aufrechnung von „guten Taten“ gegen Verbrechen kann und darf es nicht geben.
Darf es nicht geben? Eigentlich nicht! Aber für sich und Ihre kommunistische Diktatur Verfahren sie ständig so.
Sie sind vom Hass gezeichnet! Gehörte doch Hass zur sozialistischen Erziehung.
Dialogfähigkeit war und ist Ihnen fremd!
Aber Hass macht blind und darum wollten Sie schon damals „Den Kapitalismus, der am Abgrund steht, überholen ohne einzuholen!!
Wie das gehen sollte hat niemand gewusst, ist auch egal, Sie haben es geschafft und das allein macht uns glücklich.
Warum also sollten wir Sie und Ihr untergegangenes System hassen?

Nur wenn Sie erwarten, dass wir vergessen, dann können wir Ihnen garantieren, dies werden wir nicht tun!

Das können und dürfen wir gar nicht, sonst würden solch literarische und tschekistische Meisterleistungen Ihrer Kundschafter in Vergessenheit geraten:

Information:

Am 29.01.84 hat die Fr. B wieder nach langer Zeit, soweit ich es mitbekommen habe, die Familie Kurth aufgesucht.
Die Frau B. war über eine Stunde bei der Fam. Kurth und kam mit einer Reiseschreibmaschine von dort zurück zu ihrer Wohnung.
Ich nehme an das die Fr. B. für die Kurths etwas geschrieben hat denn ich habe am Nachmittag bei der Frau B. keine Maschine schreiben gehört.
Ich glaube die B. ist im besitz einer Schreibmaschine, da schon öfters in der Wohnung mit Schreibmaschine geschrieben wurde.

gez. K.-H. Thiele
(Wörtliche Abschrift aus unserer Stasiakte - der Klarname des K.-H. Thiele ist bekannt)

Währe das nicht ein schrecklicher Verlust? Könnten Sie sich bei diesem Gedanken wohlfühlen?

Aber Felix darf sich wohlfühlen, er hat niemandem Unrecht angetan!

Freundliche Grüße

Claus Kurth


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