Rezension

Heinmück, Montag, 19. Januar 2009, 15:15 (vor 3501 Tagen)
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:13

Hallo Funker Felix!

Ich bin zufällig auf den hiesigen Internetseiten gelandet und habe dann mit Interesse den gesprengten Hai, der angeblich auch im Dunkeln noch lachen kann, gelesen. Und wenn jemand etwas veröffentlicht und zusätzlich auch noch ein Forum einrichtet, der möchte wissen, was seine Leser darüber für eine Meinung haben.

Also, die Zeilen lesen sich zügig, wenn man sich erst einmal an Stil und Ton gewöhnt hat. Erlebnisse aus der eigenen Fahrenszeit flammen wieder auf. Alles in allem recht gelungen, wäre da nicht ... ja wäre da nicht noch eine offene Rechnung zu begleichen.

Ich dachte, ich finde "nur" ein unterhaltsames Buch eines ehemaligen Seemannes. Denn bei allem Verständnis für das persönlich Erlebte, hinterläßt diese Art und Weise der Abrechnung einen höchst faden Beigeschmack eines ganz persönlichen Rachefeldzuges von einem eigentlich lebenserfahrenem, bisweilen privilegiertem (oder nach Selbsteinschätzung vom Funker Felix: "unter einem Adrenalinschub hyperventilierendem") alten Mannes, der selbst nach Jahrzehnten nicht über diesen Dingen stehen kann und will. Wie ernst es dem Autor ist, erkennt man u. a. an dem "Kleinen Nachwort" und auch den vielen anderen kleinen Hinterlassenschaften im weltweiten Web.

Achtung und Toleranz von anderen fordernd, selbst aber letztlich verbittert, kleinbürgerlich und haßerfüllt. Der Ton macht die Musik, sagt man landläufig. Unverständlich deshalb Felix's Umgangston, aus welchem wesentlich mehr, als nur nachvollziehbarer Unmut herauszulesen ist. Alle Achtung, auf den knapp 200 der gedruckten Seiten findet man mehr als 54x alleine nur die Wörter "IM", "Stasi" oder "Staatssicherheit". Selbst in dem 46-seitigem Nachwendeepos "Ich kann auch im Dunkeln lachen" findet sich noch 8x die "Stasi" wieder, obwohl es die doch schon gar nicht mehr gibt.

Wer glaubt, heute sei, auch diesbezüglich, alles (oder vieles) besser, muß taub und blind, mit Scheuklappen und hoch degeneriertem Bewußtsein ausgestattet sein. Ohne das ich dieses gutheiße, aber alle Geheimdienste haben schon immer und ausnahmslos sowohl nach außen als auch nach innen operiert, sie tun es auch gegenwärtig, zukünftig und weltweit. Horch und Guck heißen heute nicht nur anders, die Methoden sind dank bereits geltender, zuweilen auch nicht geltender Gesetze und technischen Möglichkeiten viel effizienter und ... legalisiert (!). Und bald kennen nicht nur Deine zuständigen Behörden und Kranken,- Renten,- oder HartzIV-kassen (also kein geringerer als der Staat) nicht nur die Konsistenz Deines letzten Furzes, bald werden sie noch vor Dir wissen, wo Du surfen, einkaufen, erben und vererben, mit wem Du Dich treffen und worüber Du Dich mit ihm unterhalten wirst ... ! Wir werden die Datensätze vermutlich bald meistbietend im Internet von Schäuble und Konsorten kaufen können. Und wehe, Du verschweigst dem neuem Klassenbruder überm Teich bei der noch gebührenfreien zwangselektronischen Einreiseerlaubnis, ob Du Terrorist, geisteskrank oder drogensüchtig ist. Sie wissen es vermutlich längst, aber auch eine vorgeheuchelte Lüge (siehe Irak u.v.m.) reicht ja schon aus! (Ich stelle mir gerade die Reaktionen der ehemaligen BRD-Bürger vor, wenn sie bei Einreise in die DDR solche Formulare hätten ausfüllen müssen.)

Alles Vergangene würde in absoluter Belanglosigkeit versinken, wenn ... ja, wenn da (ihrem Gott sei dank) nicht die DDR und die Stasi wäre. Die würden uns die Medien (welche sämtlich nur von einer handvoll Ausfluß-Reicher Leute beherrscht und kontrolliert werden) und ihre verbudde(l)ten Lakaien in den "Landeszentralen für politische Bildung" (Nur zur Information: das ist keine Einrichtung der DDR, sondern eine real existierende Behörde im heutigen Deutschland. So wurde u.a. Staatsbürgerkunde durch PW - Politische Weltkunde / Politische Wissenschaften - ersetzt, ja es gibt sogar einen "Bundeswettbewerb zur politischen Bildung") noch in 50 oder 100 Jahren stündlich auf die Butterstulle schmieren, vorausgesetzt es gibt noch welche. Abrechnung statt Aufarbeitung heißt die Devise! Wahrheiten werden zuweilen zurecht gebogen, Kriminelle (ja selbst Nazis) mutieren zu Freiheitskämpfern. Und vom Neugeborenen bis zum Intellektuellem, sie glauben`s fast unbesehen! Das nennt man dann "Demokratie".

... Es ist schade, das die Mehrheit die politischen Zusammenhänge und Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland und der Welt nicht erkennen und verstehen kann oder will. Viel ist in der Vergangenheit geschehen, man soll sogar Pferde vor der Apotheke ... ; ja - selbst "Popen" sollen sich mit Kind und Kegel in Hamburg ausklariert haben. Aber es mutiert auch nicht jeder zu einem "Oberbekloppten" (noch ein Zitat vom Funker Felix) oder zu einer verkohlten Hämorrhoide, die noch auf DDR-Kosten Physik studieren durfte und, vorbereitend auf ihren neuen Marionetten-Job, schon mal als FDJ-Kreisleitungsmitglied Sekretär für Agitation und Propaganda war!

Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die hier verewigten verbalen Aussetzer, aber ich habe mich mal zu seinem besseren Verständnis auf das Niveau und den Jargon des Funker Felix herabgelassen.


Auch meine bessere Hälfte und ich gehörten zum seefahrenden DSR-Personal, jedoch zu keiner Zeit weder haupt- noch nebenberuflich zu irgendwelchen Sicherheitsorganen. Leider war unsere Fahrenszeit erheblich kürzer als die des Funkers Felix. Auch wir wären gerne noch einige Jahre zur See gefahren. Hat leider nicht alles so geklappt, wie wir uns das vorstellten. Wir wären auch nie auf die Idee gekommen, unserer Heimat den Rücken zu kehren. Ist schon schizophren: Jahre später hat sie uns verlassen. Aber trotz dieser vermeintlich persönlichen Nachteile, wir hegen weder Haß noch kennen wir unsere "Stasiakten". Und sicherlich wäre es sinnvoller gewesen, selbst die Republik auf einen neuen Kurs zu bringen, als uns ein altes und verkommenes System überstülpen zu lassen.

Nur zwei Zitate und Bemerkungen zu den Vorworten der beiden Funker-Felix-Schriften seien mir noch gestattet:

1. Aus dem nicht gesprengten Hai:

"Ich widme diesen Mosaikstein der Aufarbeitung der Geschichte der Deutschen Seerederei den 13 IM's, IMS's , IMK's, die mir wie Rotz am Ärmel klebten. Insbesondere dem IMV Siegfried Edel und seinem und meinem Betreuer dem Hptm. Jarosch des Ministeriums für Staatssicherheit, Abt. Hafen. Jungs, genießt als ruhmlose Verlierer des Klassenkampfes die fetten Pensionen Eures Klassenfeindes! Aber schließlich habt ihr maßgeblich durch Euer Tun 1989 die Wende herbeigeführt! Dafür bedanke ich mich!"

Ist da etwa auch noch ein weiteres Grundübel der Menschheit herauszuhören - der Neid? Ich habe in den vergangenen Jahren seit der sogenannten "Wende" alleine aus beruflichen Gründen sehr viele Menschen kennen gelernt. Darunter sind eigentlich fast alle Berufsgruppen vertreten, auch die der ehemaligen Mitarbeiter der DDR-Sicherheitsorgane. Viele von denen erhalten ganz "fette Klassenfeind-Pensionen". Ich glaube nur nicht, das eine "gestohlene Seele" wie Funker Felix gerne mit ihnen tauschen würde, wenn er auch nur die geringste Ahnung hätte! Vielleicht wäre das eigene Schicksal dann nur noch "Peanuts" dagegen.

Ich will hier keineswegs für irgend jemanden eine Bresche schlagen, schon gar nicht für solche Leute, die tatsächlich kein "Gewissen" hatten und haben. Aber die finden sich leider immer und überall. Und wenn es um Geld geht, um so mehr. Und genau davon ist die heutige Gesellschaft geprägt: Wir leben weiterhin in einer Diktatur, nämlich der des Geldes - Monopoly war gestern!

2. Aus dem dunklen Lachen:

"Leider sind für einen nicht unerheblichen Teil der Ostdeutschen vom Festtagskuchen der Wiedervereinigung nur Krümel abgefallen. Nicht jeder meiner Leser wird sich mit meinen oft zynischen und auch überzeichneten Ausführungen identifizieren, aber in vielen Betroffenen wird die Geschichte wieder aufleben."

Zum einen gibt es auch Betroffene, die trotzdem nur wenig oder kein Verständnis für "diese" Ausführungen haben.

Zum anderen hat ein "nicht unerheblicher Teil der Ostdeutschen" genau dieses Gesellschaftssystem 1990 gewählt! Sie können froh sein, wenigstens noch Krümel zu finden, bald gibt's vermutlich auch die nicht mehr. Viel Richtiges, was bereits in unseren Geschichtsbüchern stand, beweist uns nun die Gegenwart. Also, jedem das was er verdient - wer A sagt, muß auch B sagen! Das Leben ist so vielfältig wie die Farben des Regenbogens, aber manchmal kann man sich eben doch nur zwischen schwarz oder weiß entscheiden.

Ich wünsche allen immer eine (oder auch mehr) handbreit Wasser unterm Kiel des Lebens!

W. Kaufmann


P.S. Anbei noch ein Rat: Wenn Funker Felix wieder einmal ein paar Bonzen mit "Knallern" versorgen will (das haben die Herren von heute bekanntlich ja auch nicht so gern), dann soll er aufpassen, das er diesmal nicht als RAF-Anhänger über Pullach in einer JVA verschwindet oder sich als Bin Laden-Kämpfer auf Guantánamo wiederfindet. Dagegen erscheint "Shanty" dann als der reinste Erholungsurlaub.

Rezension

Seemanns-Braut, Montag, 19. Januar 2009, 16:39 (vor 3501 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:18

Hallo Herr Kaufmann,
Ihre Rezension hat mich betroffen gemacht!
Auch die Opfer heutiger Geheimdienste werden eher zynisch, böse oder überzeichnend über ihre Erfahrungen berichten als abgeklärt, ruhig und die Täter entschuldigend...oder?
Hätte der Autor einleitend behauptet, er schriebe jetzt mal, sich liebevoll erinnernd, seine Memoiren und hätte dann so vom Leder gezogen, wie er es eben tat, dann hätten Sie wirklich was neues und allen Lesern erklärenswertes entdeckt.
Vielleicht hat Felix, so wie Sie und ich, das Land, den Job, die Menschen in der DDR auch ein wenig geliebt und war dann bitter enttäuscht... auch über die Alternative BRD, die ja so richtig keine ist...
In der DDR war manches besser (?), manches aber auch nicht (?).
Nach der Lektüre des HAI muss man wohl bei der Zuordnung des Themas " DSR und Stasi" nicht weiter raten.
Ich denke, Sie vermischen hier Dinge, die nicht zueinander gehören!!
STASI ist doch, vor allem nach dem Bankenbankrotten und Politikerwortbrüchen der Gegenwart, für viele Wessis und Schleim-Ossis die einzig verbliebene Ausrede ( Legitimation )über ein System zu reden, dass sie nicht kennen. Die doch zumeist nur plakativ geführte Stasi-Diskussion hilft denen jedoch vieles, das bewahrenswert gewesen wäre ( und manchmal nun wieder "neu erfunden" wird )
zu diskredtieren. Mittel zum Zweck, Marktaufteilung, mehr nicht!
Das hat mit den mehr oder weniger traumatischen Erlebnissen der Stasi-Opfer überhaupt nichts zu tun.
Außer bei Felix ( und Frau Dr. Budde ) steht sonst kaum was zum Thema "DSR und Stasi" geschrieben. Was bliebe von unserer Seefahrt: Eine Seefahrt, die war lustig!?
Ich teile Ihren Unmut ( die Illussionslosigkeit ) bzgl. unseres heutigen Systems voll und ganz. Nur käme ich nie auf den Gedanken den Funker Felix dafür zu verprügeln.
Ich hatte soviel Glück wie Sie... deshalb haben mich meine Stasi-Akten auch nicht interessiert. Der "Nachteil" war, ich mußte mir für die BRAUT zwei Stasi-Geschichten borgen... Freuen wir uns also darüber, dass wir allen Sarkasmus, allen Zynismus, alle Wut auf die Gegenwart verwenden dürfen...
In diesem Sinne
Ahoi und dass alles klar bleiben möge, vorn und achtern!
Berndt Gückel

Rezension

Saudrücker, Donnerstag, 22. Januar 2009, 17:30 (vor 3498 Tagen) @ Seemanns-Braut

Ja, Seemanns Braut, du bist mal wieder der große Diplomat. Und säßen wir gemeinsam mit Mister Unbekannt an einer Back, dann bräuchten wir uns hier nichts Unredliches zu unterstellen. Die Crux an seinen Ausführungen ist doch die, dass er schreibt, er habe nach der "Wende",(ein Wort, das selbst Wolfgang Thierse ablehnt) beruflichen Kontakt auch zu Mitarbeitern der ehemaligen Sicherheitsorgane gehabt. Und er wird sie als nette, freundliche, zuvorkommende, fürsorglich ihre Familie liebende, sympathische und völlig verkannte Zeitgenossen kennengelernt haben, die einer Fürsprache dringend bedürfen. Das nehme ich ihm völlig ab. Der Mensch ist nicht von Geburt an schlecht.Leider habe ich bisher noch keinen von ihnen kennengelernt, es waren zu wenige. Was war das dann aber für ein Regime, dass aus ihnen derartig menschenverachtende willige Werkzeuge machen konnte, obwohl analoge Erfahrungen aus der Nazizeit noch nicht weit entfernt lagen? Was war das für ein Regime, das aus Ehegatten und Freunden widrige Spitzel rekrutierte? Was war das für ein Regime, das bis zum Tode Stalins Regimekritiker kommentarlos in Moskau erschießen ließ, unter anderem 1951 einen 20jährigen Altenburger? Was war das für ein Regime, das seine Landeskinder - zu deren Glück - wie ein Feudalherr an den Klassenfeind verhökerte?
Ich teile mit Mister Unbekannt manche Befürchtung, aber dass er demnächst in Washington erschossen wird, nur weil er die Merkeln verhöhnte, die dann doch nicht.

Rezension

Seemanns-Braut, Freitag, 23. Januar 2009, 16:12 (vor 3497 Tagen) @ Saudrücker

Scheiß was auf Diplomatie!
Wenn ich hätte Schaukacken machen müssen oder wäre in den Westen verkauft wurden und hätte heute nun Kaufmanns-Gedöns lesen müssen, dann wäre ich aufgebrochen und hätte den Burschen gefunden, der sich hier einschreibt und glaubt, weil er Glück hatte ( oder sich beglücken liess???? ),könne er nun das Bettelschicksal seiner Kampfgefährten mit dem von Felix und Claus gleichsetzen!!!
Den hätt ich dann so sehr "lieb gehabt", wie ( sein ? ) ehemaliger Gott uns alle...believe me, Saudrücker!
So sieht das aus mit dem großen Diplomaten, wenn es ihn selbst getroffen hätte!
Jawoll!!
Und das es solche Ärsche, die sich immer wieder neu verkaufen würden, nähme man sie denn, jederzeit in jeder Altersgruppe und jeder Position immer wieder gibt und geben wird, dieser Tatsache widme ich eine eigene Rubrik:
Amboss oder Hammer!
...liest du bitte da weiter ...
Hoch leben die Gewinner der Geschichte, diejenigen die das Wissen vom Sieg der allzeit Angepassten allen anderen voraus haben ... auch mir!
... vorn und achtern ... und so weiter ....Berndt.

Rezension

Saudrücker, Dienstag, 20. Januar 2009, 16:30 (vor 3500 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

Wahrlich, ich sage euch, in "Babbeljahn un daddeldu" ist darüber zu lesen: "Ein Fußballspiel der Crew gegen eine heimische Mannschaft gewannen wir mit 3:0. Das Match trug zur stetigen Festigung der immer währenden deutsch-kubanischen Freundschaft bei. Die Sailors schienen die Sensation des Jahres in diesem Landstrich zu sein. Sämtliche Kinder Manzanillos belagerten sie: „Chiclets, Chiclets!“. So heißt der ordinäre Kaugummi auf spanisch. Vermutlich erhielten sie in ihrem jungen Leben noch nie die Gelegenheit einen durchzukauen und sie wussten gar nicht, wie ekelig der nach drei Stunden schmecken kann. Das gleiche Phänomen ließ sich gut zwei dutzend Jahre später beobachten, als plötzlich im Tal der Ahnungslosen alle „Helmut, Helmut!“ zu rufen begannen. Viele von denen mögen vorher notgedrungen mit den Wölfen geheult haben. Aber war das ein Grund, nun mit den Schafen zu blöken?" Ende des Zitats.
Ich gehe durchaus nicht konform mit dem, was mir Guido Westerwelle weismachen will, aber solange die Republik existierte, besaß ich das ungute Gefühl, traten zwei unbekannte Herren auf mich zu, gleich würde das Schwert der Partei auf mich niedersausen. Stehen heute zweie vor der Tür, weiß ich genau, die wollen nur mein Geld. Geld oder Leben! Im Zweifelsfall dann doch lieber die Kohle.

Rezension

cewe-freak, Mittwoch, 21. Januar 2009, 14:27 (vor 3499 Tagen) @ Saudrücker
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

... Nur mit dem Unterschied, den zwei unauffällig gekleideten Herren konntest Du damals nicht entkommen. Die heutigen Schnorrer, die nur Dein Geld wollen, kannste hochkantig raus schmeißen. Ich finde schon, daß das ein gewaltiger Unterschied ist.

Rezension

Saudrücker, Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:01 (vor 3498 Tagen) @ Saudrücker

In der Leipziger Volkszeitung läuft zur Zeit ein DDR-Witze-Wettbewerb der Leser. Heute steht dort ein schöner zum Thema zu lesen:
Eine Dresdnerin beantragt bei der Abteilung Inneres in ihrem Stadtbezirk die Ausreise. "Meine alte Mutter in Stuttgart ist blind und braucht Pflege", erläutert sie. "Ihre Mutter kann zu uns übersiedeln. Sie haben doch eine geräumige Wohnung, sogar mit Bad", erwidert der Mitarbeiter. "Sie haben mich falsch verstanden", erklärt die Dresdnerin, "meine Mutter ist blind, nicht blöd."

Rezension

OAL-CK238 @, Dienstag, 27. Januar 2009, 20:07 (vor 3492 Tagen) @ Saudrücker

Der geht runter wie Öl, warum habe ich den erst heute gelesen?

Gruß Claus

Rezension

OAL-CK238 @, Dienstag, 20. Januar 2009, 20:49 (vor 3499 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

Hallo,

wollte jetzt eigentlich auf den Beitrag von Heinmück antworten, aber mir ist beim Lesen so schlecht geworden, dass ich jetzt ko.... muß!
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Claus Kurth

Rezension

cewe-freak, Mittwoch, 21. Januar 2009, 12:55 (vor 3499 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

Die DeDeÄrrr ist untergegangen, es lebe die DeDeÄrrr! Mir geht es wie „OAL-CK238“. Brrrrr! Aber ich denke mal, daß Funker-Felix diese Internetseite ins Netz gestellt hat, damit endlich eine „echte Diskussion“ zu dem besonders bedrückenden Thema „Aufarbeitung der Vergangenheit“ im Zusammenhang mit der Kaderpolitik in der DSR in Gang kommt. Auf allen anderen maritimen Internet-Seiten ist das entweder nicht erwünscht, oder Gästebuch-Beiträge werden sogar gelöscht. Setzt sich jemand mit diesem Thema auseinander, wird er lächerlich gemacht oder „verbuddelt“. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“! hieß es im Wendeherbst 1989. Funker Felix ist nur ein Beispiel für zigtausendfaches kaderpolitisches Unrecht, begangen an vielen Seeleuten der ehemaligen DSR. Und er nennt Roß und Reiter beim Namen. Offensichtlich paßt das dem „Rezensionisten“ nicht.

Rezension

Saudrücker, Mittwoch, 21. Januar 2009, 14:12 (vor 3499 Tagen) @ cewe-freak
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

Ja, und da wäre noch was: Was hat eigentlich die Metamorphose von Angela Merkel mit der Vernichtung der Lebensperspektive von Funker Felix zu tun?

Rezension

cewe-freak, Mittwoch, 21. Januar 2009, 14:49 (vor 3499 Tagen) @ Saudrücker
bearbeitet von admin, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:19

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß die einstige FDJ-Agit-Prop-Verantwortliche kaum etwas von der DSR, geschweige dann von Funker Felix gwußt hat. Und heute erst recht nichts von seinem inzwischen öffentlich gewordenen Schicksal weiß. Ob sie sich "verwandelt" oder "umgestaltet" hat, oder nicht. Diese Worte sind mir wegen der Allgemeinverständlichkeit lieber.

Rezension

felix ⌂ @, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:07 (vor 3499 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Freitag, 23. Januar 2009, 20:39

Hallo Herr „Kaufmann“ , ach heissen Sie jetzt so? Ich habe Sie schon erwartet.
Für Ihre detaillierten Ausführungen danke ich ihnen. Dass ich hundertprozentig Ihrer Meinung bin, werden Sie nicht erwarten. Aber über vieles herrscht Konsens!
Ich bedauere sehr, ihnen in meinem Buch nicht eia-popeia die Heile-Welt-Seefahrt geboten zu haben. 64 Stasi-Offz. in der Baracke des Überseehafens waren eben auch ihr Geld wert. Sie gehörten doch im „Kollektiv“ dazu. Haben die es denn nicht auch verdient, mit ihrer Arbeit gewürdigt zu werden?

In „Ich kann auch im Dunkeln lachen“ z.B. beschreibe ich die dunkle Wolke, die nach der Wende vom Westen her aufzog. Stockfinster, stellenweise.
Damit giesse ich doch schon Wasser auf Ihre depressive Mühle. Nur eimerweise reicht Ihnen das nicht, sie hätten es gerne in Tonnen.

Bleibt Ihnen in Ihrer Verbissenheit denn kein Schatten eines Lächelns mehr nach ihrem verlorenen Paradies?

„Selbst in dem 46-seitigem Nachwendeepos "Ich kann auch im Dunkeln lachen" findet sich noch 8x die "Stasi" wieder, obwohl es die doch schon gar nicht mehr gibt.“

Der Admin kommentierte diesen Satz: „Neulich habe ich ein altes Buch gelesen, darin kam das Wort „Mittelalter“ 73 mal vor.“

Herr Kaufmann, wir haben vieles gemein, nur eben zeitversetzt.
Sie bescheinigen mir „letztlich verbittert, kleinbürgerlich und hasserfüllt“ zu sein. Nach zwei Berufsverboten in Ihrem favorisierten verlorenen Paradies möge das ja zugetroffen haben. Inzwischen lege ich aber zwischen diesem Verhalten gaaanz lange Pausen ein, kaufe mir, wann ich nur will, ein Nackensteak zum Grillen oder auch zehn Rinderfilets. Nach Belieben noch Bananen, Ananas, Spargel oder Aal. Ich besitze ein Telefon und kann mir die schönsten Dinge damit auch ins Haus bestellen.
Ich fahre Autos, die auch welche sind und damit sogar ins „NSW“. Ohne das mich ein zur Faust geballtes Gesicht, mit Hammer und Zirkel an der Dienstmütze und an der Grenze mit der DDR-bekannten Freundlichkeit herzlich willkommen heisst.
„Monopoly war gestern“, genau! Diese Geldscheine wurden sehr generös 2:1 in Zahlungsmittel umgetauscht, mit denen mich niemand mehr belächelt.
Dass am Bahnhof oder Airport Kameras hängen, das finde ich gut. Es könnten mehr sein. Wer in meinem Telefon oder Computer mitlauschen will, dem wird bald die Langeweile überkommen.
Dafür habe ich die Gewissheit, dass meine Nachbarn nicht 15 DIN-A-4 Seiten ihren Führungsoffizieren in die Diktaphone plaudern und auch dort noch die Farbe meiner Unterhosen beschreiben.

Herr Kaufmann, meine Trauer ist zu Ende, ich erfreue mich, wie ich es gelernt habe, an unseren „Errungenschaften“ und lebe (nach meinen Möglichkeiten) in paradiesischen Verhältnissen.
Schade dass Sie es so schlecht getroffen haben.
Mein Wohlbefinden begründet – auch da gebe ich ihnen Recht – nicht ausschliesslich die Farbenpracht des jetztigen Garten Eden, sondern mehr der Kontrast zu dem Stacheldraht-umfriedeten, herunter gewirtschafteten Queckenacker, aus dem ich 1989 heraus gelassen wurde! Alles ist relativ zu betrachten.
Das Paradies für Staatsnahe mit Sonderversorgung haben eben diese mit dem Schild und Schwert der Partei und deren führender Rolle platt gemacht. Nicht das Volk, das 1989 auf die Strasse ging!
Ich bedanke mich schon bei den Richtigen dafür, dass ich jetzt zufrieden leben kann!

Ich bin darüber hinweg, Sie sind leider mittendrin, in der verbitterten Unzufriedenheit.

Vielleicht könnten Sie in Kuba oder Nordkorea Ihre Lebensfreude wieder finden! Jetzt dürfen Sie ja einen Ausreiseantrag stellen, ohne Repressalien zu befürchten. Auch muss Sie kein Land für 95000 Valutamark mehr käuflich erwerben.
Dort könnten sie weiterhin am Aufbau des Kommunismus teilhaben, heimlich Ihre TV-Anlage aufbauen und genüsslich zusehen, wie die Bundesrepublik Deutschland ihren sicheren Untergang entgegensteuert. Wissen Sie wie gut dann wieder ein „Westpaket“ riecht?

„Wer glaubt, heute sei, auch diesbezüglich, alles (oder vieles) besser, muß taub und blind, mit Scheuklappen und hoch degeneriertem Bewußtsein ausgestattet sein.“ …….

Also, bei mir Herr Kaufmann ist das ein Geburtsfehler, mein Bewusstsein war schon in der DDR degeneriert, stand in allen Kaderakten. Wurde aber zerreisswolft!
In Ihrer sehr ausgefeilten Rhetorik, der Sie sich ja rühmen, unterstellen Sie 75 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung ganz kühn erhebliche körperliche Gebrechen. Mir auch!
Zwölf Millionen Pflegefälle.
Dass Sie noch „Bewusstsein“ haben, ist nicht zu übersehen.

Herr Kaufmann, in Ihrer erlesenen vornehmen Ausdrucksweise, in der Sie sich von der meinigen wohltuend abheben, mutieren Sie Frau Dr. Merkel:

„ zu einer verkohlten Hämorrhoide, die noch auf DDR-Kosten Physik studieren durfte und, vorbereitend auf ihren neuen Marionetten-Job, schon mal als FDJ-Kreisleitungsmitglied Sekretär für Agitation und Propaganda war!“
und weiter :
„Der Ton macht die Musik, sagt man landläufig. Unverständlich deshalb Felix's Umgangston“

…also hier Herr Kaufmann entfleuchte mir ein Lächeln

Das hat Stil, das ist Umgangston! Ich muss noch viel lernen, von einem begnadeten Talent.
Bereitet Ihnen diese, Ihnen nun zugestandene Narrenfreiheit nicht wenigstens ein wenig Genugtuung?
Hätten Sie von dem Fäkalienkübel, den Sie über der Ministerpräsidentin hier ausleeren,
vor 1989 auf unsere sowjetische Handpuppe, den Dachdecker Erich, nur einen winzigen Klecks davon fallen lassen…au weia.
Da hätten Sie aber ganz viele Kübel davon in Bautzen wieder füllen dürfen !

Herr Kaufmann, kaum ein gelernter DDR-Bürger äussert sich abfällig gegen den ehemaligen DDR-Geheimdienst unter Führung des Markus Wolf. Dieses Dezernat erfährt heute noch in der Branche weltweit eine gewisse Hochachtung. So etwas betreibt jeder Staat.
Nur diesen Ruhm wollen Sie auch den menschenverachtenden Fieslingen und Spitzeln aufokulieren, deren Tun ausschliesslich den eigenen Landsleuten galt.
Befragen Sie doch nicht nur Ihre Freunde vom MfS, sondern auch einen von deren 34 000 Produkten: politische Gefangene, nur für den Zweck produziert, um sie für 3,4 Milliarden Westmarkt über die Firma KoKo dem Klassenfeind zu verkaufen.
In der Rostocker Gedenkstätte könnten Sie mal in so eine Zelle blicken und in dem Buch „Gestohlene Seelen“ sich informieren, wie so ein „Peanut-Lebenslauf“ gestaltet wurde. Erschütternd!

Mir läuft es beim Betreten dieser ehemaligen Haftanstalt eiskalt über den Rücken!

Meine Frau und ich haben die Aktivitäten der Mitarbeiter des MfS am eigenen Leibe und nackt in ihrer Höhle des Löwen schätzen gelernt. Des weiteren kenne ich die Verdienste der äußerst rührigen Mitarbeiter des MfS aus der Rostocker Gedenkstätte und aus einschlägigen Veröffentlichungen.
Dennoch muss ich neidlos eingestehen, wenn ich Ihren Eintrag, Herr Kaufmann, aufmerksam lese, Sie verfügen dennoch über ein weit grösseres Insiderwissen!
Dennoch, zur weiteren Verfeinerung unseres Wissensschatzes: Aus von Ihnen gegebener Veranlassung, auf dieser HP unter „Na, so was..“ „Berufsverbote für DDR-Seeleute.“
Ich danke Frau Doktor Budde für die freundliche Genehmigung.

P.S. Anbei noch ein Unrat: Bomben bauen kann ich natürlich auch heute noch und ein paar Parteibonzen habe ich auch heute noch auf dem Kieker. Die sprenge ich demnächst und kündige das hiermit auch an. In Pullach wird man das sehr sehr ernst nehmen!
Wenn also meine Veröffentlichungen hier erlöschen, dann wurde ich nach Guantanamo verbracht. Ist doch klar, bei so einem Rechtstaat!
Freuen Sie sich Herr Kaufmann, wenigstens darüber!

Rezension

OAL-CK238 @, Mittwoch, 21. Januar 2009, 20:19 (vor 3498 Tagen) @ felix

Wenn man die Zeilen des Herrn Kaufmann liest bekommt man den Eindruck, dass es sich hierbei um einen intelligenten Menschen handeln muss!
Warum aber schreibt er solchen Unsinn?
Der Pabst ist auch ein intelligenter Mensch, sehr intelligent sogar, denke ich mal, aber der redet mitunter auch ganz schönen Unsinn!
Ich glaube auch nicht, dass wir den ändern können, wie Herrn Kaufmann auch nicht!
Trotzdem ist es extrem wichtig, dass es Menschen gibt, wie Felix oder Frau Dr. Budde uvm., die mit Ihrer Meinung an die Öffentlichkeit gehen um vor solchen Rattenfängern wie Herrn Kaufmann zu warnen.
An seiner Intelligenz kann es also nicht liegen! Woran also?
Am Glauben, man muss nur ganz fest daran glauben und schon wird aus dem größten Blödsinn eine schillernde Wirklichkeit. Dann wird plötzlich aus einer Lebenslüge eine Lebensleistung!

Sklavenhalter haben immer geglaubt ihren Sklaven geht es doch gut, was wollen die eigentlich? Haben Unterkunft und Essen! Und Strafe gibt es doch nur wenn sie nicht begreifen wollen, dass es Ihnen gut geht! Wie in der ehem. DeDeeR!

Könnt Ihr Euch noch an den Film HATIFA erinnern? Lief so 50iger/60iger Jahre.
Wie haben wir mit dem entlaufenen Sklavenmädchen mitgefiebert, mitgebangt und mitgehofft und uns gefreut, als sie endlich die Freiheit erreicht hatte!
Warum galt im gesellschaftlichen Bewusstsein dieses Recht für Hatifa, aber nicht für normale Menschen?
Wer von diesem, inzwischen verbrieften Menscherecht, in der ehemaligen DeDeeR Gebrauch machen wollte, der musste sich auf die Gnade seines Herrn verlassen! Nahm er sein Schicksal selber in die Hand, erging es ihm wie Hatifa, allerdings nur wenn er Glück hatte erreichte er auch die Freiheit. Wenn nicht, bezahlte er dies mit seinem Leben, mit seiner Gesundheit oder mindestens mit einigen Jahren Haft!
Alles vergessen? Ich empfinde regelrecht Mitleid für die armen Stasimitarbeiter und deren Helfershelfer.

Dies ist aber nur ein Teil der ehem. DeDeeR!
Sind die kaputten Straßen, die zerfallenen Häuser, die maroden Betriebe, die furchtbare Umweltverschnutzung usw. schon vergessen?
Sollten wir nicht täglich froh darüber sein, daß dieses Kapitel vorüber, wenn auch noch nicht erledigt ist?
Dafür brauchen wir uns auch nicht einreden, dass die Welt heute so unendlich schön ist, ist sie auch nicht, aber viel viel besser als dieser "Die-partei-hat-immer-recht-willkürstaat"!

Ich habe übrigens mit viel Freude das Buch vom Felix gelesen und hatte niemals das Gefühl, dass hier ein verbitterter, kleinbürgerlicher, hasserfüllter Mensch abrechnen will!
Er hat nur denen, die bis heute noch nicht begriffen haben, dass sie den Kahn auf Grund gesetzt haben den Spiegel vors Gesicht gehalten, nicht mehr und nicht weniger.
Dies noch in einer sehr lustigen und lesenswerten Art!
Die 54 aufgezählten „schlimmen Wörter“ zeigen einfach nur wie präsent die fleißigen Helfer doch waren.

Ich hätte Ihnen, Herr Kaufmann, sehr gewünscht, wenn Sie die Chance erhalten hätten die Republik auf Kurs zu bringen! Mit Sicherheit hätte man dann bald wieder den Satz gehört: „Der Letzte macht das Licht aus“!
Warum haben eigentlich die „Bruderländer“ nicht einen neuen Weg (ja wohin auch) gesucht?
Nehmt doch jetzt bloß nicht die Finanz- und Wirtschaftskrise als Beweis für die Richtigkeit Eurer unmenschlichen Ideologie.
Der Kahn „DeDeeR“ ging bereits unter als das Wasser sich zu kräuseln begann, die heutigen Winde konnte er gar nicht erreichen, weil er eine Fehlkonstruktion gewesen ist!
Diese Fehlkonstruktion lässt sich auch nachträglich nicht schön reden und es lässt Sie, Herr Kaufmann, schier verzweifeln, dass die Mehrheit der Menschen, wie Sie es selber schreiben, auch so sieht.
Ihre Entgleisungen zur Frau Merkel sind nur dümmlich zu nennen, trotzdem wünsche ich Ihnen, dass Sie dafür nicht nach DeDEeR-„Recht“ bestraft werden.
Das wäre ungerecht, aber in Ihrer geliebten alten Heimat mit Sicherheit passiert!

Man muss das Land in dem wir leben nicht lieben, aber man kann stolz darauf sein und was noch viel wichtiger ist, man kann es verlassen!
Was man sicher nicht brauch ist allen Sarkasmus, Zynismus und alle Wut auf die Gegenwart zu verwenden.
Ich kann sicher jeden Tag aufstehen und mich über die Welt zu Tode ärgern, aber ich muss es nicht!
Ich bin glücklich, unendlich glücklich, seit ich in Deutschland lebe, auch wenn ich immer wieder glaube, daß ich unter Wert verkauft wurde!

Danke an cewe-freak für Deine Worte. Danke an Felix, Du hast mir mit Deinem heutigen Beitrag sehr aus der Seele gesprochen, mir viele Worte weggenommen und sollten sich die Leute aus Pullach für Deine Bombendrohung interessieren, dann schreiben wir einfach ein Buch darüber.

Claus Kurth

Rezension

cewe-freak, Mittwoch, 21. Januar 2009, 21:50 (vor 3498 Tagen) @ OAL-CK238

. . .


Man muss das Land in dem wir leben nicht lieben, aber man kann stolz darauf
sein und was noch viel wichtiger ist, man kann es verlassen!

Claus Kurth

Und das immer, wann man will. Und ohne gleich eine Kugel im Rücken zu haben.

Rezension

Saudrücker, Donnerstag, 22. Januar 2009, 09:42 (vor 3498 Tagen) @ felix

Gut gesagt, Felix! Aber kannst du dich noch an die Argumente-Resistenz dieser Vertreter aus 40 Jahren Klassenkampf, zum Beispiel bei deinen Verhören, erinnern, unter deren gewichtigen Worten noch heute selbst die Kommunistische Plattform zusammenbricht? Wir sollten es um unseres Stolzes willen bei der damaligen Überlebensstrategie belassen, als wir lediglich eines dachten: Arschloch!

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cewe-freak, Donnerstag, 22. Januar 2009, 11:40 (vor 3498 Tagen) @ Saudrücker
bearbeitet von cewe-freak, Donnerstag, 22. Januar 2009, 11:44

Gut gesagt, Felix! Aber kannst du dich noch an die Argumente-Resistenz dieser Vertreter aus 40 Jahren Klassenkampf, zum Beispiel bei deinen Verhören, erinnern, unter deren gewichtigen Worten noch heute selbst die Kommunistische Plattform zusammenbricht? Wir sollten es um unseres Stolzes willen bei der damaligen Überlebensstrategie belassen, als wir lediglich eines dachten: Arschloch!

Da stimme ich Dir vollkommen zu, @Saudrücker. Felix hat sehr gut geantwortet. Eine Aussage von Dir möchte ich erweitern: Damals dachten wir es nur, heute können wir es sagen, klar und deutlich. Ohne daß gleich zwei Herren mit "verschwitzter 08" unter der Achsel an Deiner Tür klingeln. Wenn man das Wort "Arschloch" als Bundestagsabgeordneter gegenüber dem Präsidenten des Parlamentes gebraucht, droht einem allenfalls ein Verwarngeld. Alles schon mal da gewesen.

Zur Erinnerung: Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!“ (Joschka Fischer: Der Abgeordnete Fischer am 18. Oktober 1984 zum damaligen Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen)

Zitat aus Wikepedia!

Und was ist aus Joschka geworden? Er landete nicht in Bautzen II, sondern wurde Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Das ist der feine Unterschied!

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mike40, Freitag, 23. Januar 2009, 21:28 (vor 3496 Tagen) @ felix

"Hallo, Herr Kaufmann, ach, heissen Sie jetzt so..." Ach, Herr Flegel, Sie sollten eigentlich schon einmal von dem Schriftsteller Walter Kaufmann gehört haben - zumindest auch 1961 auf der "EMA", als Sie noch ein netter, sympathischer Mensch waren. Ihre persönlichen Erlebnisse sind unbestritten schlimm - aber nun erwarten Sie doch nicht von allen anderen zig-tausenden DSR-Seeleuten, sich dieselbe giftgrüne Hassbrille im Buddeisten-Stil aufzusetzen. Die Welt dreht sich weiter! Und wenn W.Kaufmann in sachlicher Argumentation nicht das Wasser gereicht werden kann, dann versteigt man sich eben zu Diffamierungen. Fühlen Sie sich denn dabei wohl?

Mit freundlichem Gruß
M. Spiewok

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cewe-freak, Freitag, 23. Januar 2009, 23:52 (vor 3496 Tagen) @ mike40

Zitat Anfang:
"Ihre persönlichen Erlebnisse sind unbestritten schlimm - aber nun erwarten Sie doch nicht von allen anderen Zigtausenden DSR-Seeleuten, sich dieselbe giftgrüne Hassbrille im Buddeisten-Stil aufzusetzen".
Zitat Ende!

Doch, Herr Spiewok, so etwas ähnliches kann Karl-Heinz Flegel erwarten. Nicht, daß alle Betroffenen ihre Peiniger hassen, oder daß er von Betroffenen verlangt, eine „giftgrüne Haßbrille“ aufzusetzen. Nein, tut er ja auch nicht. Aber es wird ihm doch erlaubt sein, wenn er angegriffen wird, das öffentlich zu machen. Und: Genau so könnte ich Sie fragen, warum hassen sie Frau Dr. Budde so? Weil sie für Ihre Begriffe zuviel Wahres schreibt? Haben Sie mal ein Buch von ihr gelesen? Kennen Sie die Geschichte des Beitrages, den Herr Flegel mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Budde auf seiner Homepage veröffentlicht hat? Nein? Ich werde Sie darüber aufklären. Lesen Sie bitte erst das:

Sie haben recht, es gab Zigtausende DSR-Seeleute in der ehemaligen Deutschen Seereederei. Kapitän Gerd Peters hat als Insider in einer Festschrift zu 50 Jahre Deutsche Seereederei in der Sonderausgabe „Voll Voraus“ des Typ-IV-Vereins im Jahre 2002 sogar Zahlen genannt: 43.000 Seeleute. Er muß es ja wissen. Sie können das dort nachlesen. Er hat aber vergessen, daß die Partei- und Staatsführung der ehemaligen DDR durch ihr Vollzugsorgan, das Ministerium für Staatssicherheit, rund 10.000 jungen Menschen den Wunschberuf eines Seemannes verweigert oder unterbunden hat. Auch das stand im „Voll Voraus“. Und zwar in einer der letzten Ausgaben der Betriebszeitung vor der Privatisierung im Dezember 1993. Die Notiz war so klein, daß man sie übersehen konnte. 10.000 zu 43.000. Da sind 10.000 schon eine zu vernachlässigende Größe. Sind ja bloß 10.000 Menschen. Gefühle und eine Seele haben diese Menschen auch gehabt. Und auch den Traum, zur See fahren zu wollen. Wären es nur 100 oder nur 1.000 gewesen, sicher, das wäre auch sehr schlimm. Aber gut jeder Vierte. Und darüber einfach mit den Worten: „Die Welt dreht sich weiter“ zum Tagesgeschäft überzugehen, ist genauso Menschen verachtend, wie uns das 40 Jahre im real existierenden Sozialismus vorgelebt wurde und was Funker Felix erlebt hat und öffentlich machen möchte.

Es gibt keinen maritimen Verein, der sich gemessen an dieser großen Zahl von menschlichem und beruflichem Unrecht auch nur ansatzweise bemüht, eine Aufarbeitung in Gang zu bringen. Das ist Einzelnen, wie Felix oder Frau Dr. Budde vorbehalten. Und wenn sie das dann tun, müssen sie sich noch beschimpfen lassen. Sicher kommt hin und wieder mal ein Beitrag in den „Bordgeschichten“, der sich mit dieser Problematik „DDR-Unrecht unter Seeleuten“ befaßt. Aber jedes zweite Jahr vielleicht mal einer. Das ist zu wenig. Jeder vierte oder fünfte Beitrag müßte sich damit beschäftigen. Von Zwanzig Beiträgen müßten das fünf sein. Was passiert statt dessen? Ich will es Ihnen sagen, Herr Spiewok. Frau Dr. Budde hat den auf der Internetseite von Felix veröffentlichten Beitrag „Berufsverbote für DDR-Seeleute“ im April 2004 – vor fast genau fünf Jahren – dem Seeleuteverein Freiberg zur Veröffentlichung in „Bordgeschichten“ zur Verfügung gestellt. Haben Sie diesen Beitrag dort schon gelesen? Nein? Ich auch nicht. So ist der Umgang mit den „Gestohlenen Seelen“ heute. Vergessen, vertuschen, unter den Tisch kehren, in einer Schublade verschwinden lassen. Und wenn es dann doch einer öffentlich macht, wird er diffamiert. Dabei wollen die Betroffenen doch nur eins: Auf ihr Schicksal und das menschliche Leid, das ihnen widerfahren ist, aufmerksam machen. Ohne Haß. Ein wenig Verständnis darf ihnen wohl erlaubt sein. Selbst das verweigert ihnen die menschliche Gemeinschaft heute, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Alles wie gehabt.

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Saudrücker, Samstag, 24. Januar 2009, 15:24 (vor 3496 Tagen) @ mike40

Hallo Herr Spiewok, Ihre Überzeugung in allen Ehren, aber glauben Sie wirklich, dass diese zigtausende Seefahrer, die Sie erwähnen, im März 1990 alle ex SED gewählt haben? Die waren froh und glücklich, dass sie das nun nicht eventuell selbst erleben würden müssen, was Funker Felix anklagt. Heute sagen sie beim Lesen von Funker Felix: Noch mal Glück gehabt. Was später kam, steht auf einem ganz anderem Blatt. Die "Sicherheitsorgane" tragen einen großen Teil Schuld daran, dass sich ein Volk derartig unter Wert verkaufte. Da können diese Herren heute noch so jammern, selber schuld. Dagegen helfen auch keine hysterischen Ausfälle.
Und eines wollen wir nicht verkennen. Auch jene, die von der Stasi geschasst wurden, sind bis auf dieses traumatische Erlebnis noch heute stolz, bei DSR zur See gefahren zu sein. Was, glauben Sie, wird durch die Anklage von Felix, stellvertretend für die tausende Betroffenen, beschädigt? Keiner der von ihnen erwähnten zigtausende Seefahrer, bis auf jene, die ihre Kameraden verraten haben. Wie wurden die früher bestraft? Man ließ sie über die Klinge springen. So sei es.

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mannomann, Sonntag, 25. Januar 2009, 08:24 (vor 3495 Tagen) @ Saudrücker

Worauf beruhte denn der Stolz bei der DSR gefahren zu sein?
Wenn man hier so mitliest,die einschlägige"Fachliteratur" dazu,muß man sich doch wundern,daß diese Besatzungen die Schiffe und Fracht überhaupt heil von A nach B gebracht haben....
kopfschüttelnd-
mannomann

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Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 09:52 (vor 3495 Tagen) @ mannomann

Wir lieben die Stürme,
Die brausenden Wogen,
Der eiskalten Winde
Rauhes Gesicht.
Wir sind schon der Meere
So viele gezogen
Und dennoch sank
Unsre Fahne nicht.
|: Hei jo, hei jo, hei jo, hei jo, hei jo ho
Hei jo, hei jo ho, hei jo. :|
2. Unser Schiff gleitet stolz
Durch die schäumenden Wellen.
Es strafft der Wind
Unsre Segel mit Macht.
Seht ihr hoch droben
Die Fahne sich wenden,
Die blutrote Fahne,
Ihr Seeleut habt acht!
|: Heijo, heijo . . . .
3. Wir treiben die Beute
Mit fliegenden Segeln,
Wir jagen sie weit
Auf das endlose Meer.
Wir stürzen auf Deck
Und wir kämpfen wie Löwen,
Hei unser der Sieg,
Viel Feinde, viel Ehr!
|: Heijo, heijo . . . .
4. Ja, wir sind Piraten
Und fahren zu Meere
Und fürchten nicht Tod
Und Teufel dazu!
Wir lachen der Feinde
Und aller Gefahren,
Im Grunde des Meeres
Erst finden wir Ruh!

Tja, Mannomann, das versteht nur einer, der selber zur See gefahren ist, egal wo. Der Seemann aus Bremen war stolz und ist es heute noch bei HANSA zur See gefahren zu sein, der aus Hamburg bei der HABAG und der aus Rostock bei der DSR, eine andere Reederei gab's nicht. Und wir verstanden uns prächtig, solange man uns ließ. So einfach ist das. Darum bringt es dir auch keine Ehre ein, unsere berufliche Qualifikation in Frage zu stellen.

Rezension

mannomann, Sonntag, 25. Januar 2009, 10:39 (vor 3495 Tagen) @ Saudrücker

Vielleicht falsch verstanden,ich stelle keine berufliche Qualifikation in Frage.
Aber:
Es ist eben unverständlich,man liest über Mißgunst,Neid,Mißtrauen usw.an Bord,berichtet von DSR-Seeleuten.
Besatzungen,die untereinander zerstritten sind,berichtet von Landeiern.
Was ist da an Bord abgegangen?
Hinzu kommen noch die selbstversenkten Schiffe....
Was bleibt noch zum Stolz übrig.Liebe zum Beruf fällt mir ein.
Das ist aber nach dem hier berichteten,nicht an dem Kürzel DSR festzumachen,oder?

mannomann

Rezension

Seemanns-Braut, Sonntag, 25. Januar 2009, 11:14 (vor 3495 Tagen) @ mannomann

Da kannste mal sehen, wie weit und wie lange das Gift noch wirkt!!!!!!!!!
Und: Als diejenigen, die "immer Recht" haben verstärkt damit begannen ihre allzeit rechthabenden Mitkämpfer ( ob unter gelben Balken oder mit der Ölkanne in der Hand ) auf die Schiffe zu schicken, da durfte man wirklich auch zunehmend keine fachliche Zweifel mehr äußern...
2001, nach 10 Jahren furchtbaren Gnatz auf DSR, hab ich beschlossen, dass 5 Scheißtage an Bord mir die Erinnerung an 20 Jahre Seefahrt nicht kaputt machen sollen. Mir ist nichts schlimmeres passiert bei DSR als die Ohnmacht beim Erkennen, dass die INspektion oder deren Kapitäne entscheiden, wann Steuerbord zu Backbord wird - Ideologie und Selbstherrlichkeit vor Fachwissen!
Ich konnte mir die Liebe zu meinem Traum, meinem Beruf und zur Familie von der Seele schreiben. Ein Riesenglück, dass dieser ganze Stasi-Scheiß an mir vorbei gegangen ist... das hatte Felix nicht.
Wer sowas wie ein Schamgefühl über die Wende retten konnte, der sollte es jetzt
benutzen.
Damit nicht wieder wer "großer Diplomat" schreibt folgender Hinweis:
Von A nach B: Ladung !
von B nach A: Fracht ! im Regelfall...
Ahoi!
Berndt

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Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 13:28 (vor 3495 Tagen) @ mannomann
bearbeitet von Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 13:36

Okey, Mannomann, aus deinen Worten geht hervor, dass du es ehrlich meinst. Das ging aus dem ersten Eintrag nicht ganz so hervor. Ja, die Diskussion mag für einen Außenstehenden unverständlich sein. Wir hätten mit der Vergangenheitsbewältigung längst weiter sein können, aber die ehrliche Auseinandersetzung darüber wurde seit 20 Jahren, von wem auch immer, gedeckelt. Jemand wollte sich seine heile Welt nicht kaputt machen lassen, in der er sich so schön eingerichtet hatte. Er wollte nicht vom Baum der Erkenntnis essen, um nicht aus seinem Paradies zu fliegen.
Stolz auf den Beruf, wie du schreibst, der war für den Rostocker Seemann eben nur unter dem Kürzel DSR möglich. Es gab Leute zwischen Kap Arkona und Fichtelberg, die wollten tatsächlich nur zur See fahren, egal ob die Firma nun DSR, Hansa oder HAPAG hieß. Und warum erst dafür einen Schuss in den Rücken riskieren? Die wenigsten konnten sich den Traum erfüllen und die, die es schafften durch die Maschen der "Sicherheitsorgane" zu schlüpfen, die mussten sich verbiegen, leider, wie viele andere im Lande auch.
Und machen wir uns doch nichts vor, die von dir aufgeführten menschlichen Schwächen, die gab und gibt es überall. Darüber würde kein Mensch auch nur ein Wort verlieren, wenn, ja wenn die Seefahrt bei der DSR nicht unter der Schirmherrschaft des Big Brother gestanden hätte.
Das Forum ist zwar nicht für Schleichwerbung da, aber gehe in den Buchladen, kaufe "Babbeljahn un daddeldu" von Friedrich Seibicke oder "Seemanns Braut" von Berndt Gückel, wenn du sie nicht schon hast, und du kommst mit der Wahrheitsfindung ein Stück voran. Mehr können wir nicht für dich tun!
Es war mir eine Ehre.

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felix ⌂ @, Sonntag, 25. Januar 2009, 14:59 (vor 3495 Tagen) @ Saudrücker

Hallo Jungs, danke für die interessanten Beiträge mit allen konträren Meinungen.
Aber lasst uns das Verhältnis wahren und wieder über die angenehmeren Seiten unserer maritimen Vergangenheit reden, die haben ja dennoch überwogen. Wie sonst hätten wir es – wenn uns das gestattet wurde - Jahrzehnte auf unseren Schiffen ausgehalten? :-)

Rezension

cewe-freak, Sonntag, 25. Januar 2009, 15:03 (vor 3495 Tagen) @ felix
bearbeitet von cewe-freak, Sonntag, 25. Januar 2009, 15:25

G E N A U !

Denn auf den Schiffen - auf See und in den vielen Hafenstädten dieser Welt - haben wir so viel Schönes und Interessantes erleben dürfen. Das kann uns auch heute niemand von den ewig Gestrigen nehmen. Egal, ob aus dem 5. Stock oder aus einer oft erwähnten Baracke im Rostocker Überseehafen. Oder gar deren heutiger Sympathisanten.

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Seemanns-Braut, Sonntag, 25. Januar 2009, 16:33 (vor 3495 Tagen) @ felix

He Felix,
ich weiß, warum Dir dein admin sagen mußte, es wäre nun gut ....
Genau! Weil nämlich die Antworten immer weiter nach rechts rücken und bei Ein-Wort-breiten-Antwort-Textspalten angekommen wäre Pumpe, so isses!
Na, bin ich nicht pfiffig - A6, da bleibt das nich aus.
War schön mal wieder mit Euch.
Ahoi!
Berndt

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Saudrücker, Sonntag, 25. Januar 2009, 19:44 (vor 3495 Tagen) @ felix

Resümee: Allesamt noch nicht im Westen angekommen. Dort regt sich kein Aas über unterschiedliche politische Meinungen auf!

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Icke, Sonntag, 25. Januar 2009, 23:21 (vor 3494 Tagen) @ Saudrücker

Hallo Saudrücker, ich habe Deinen Babbeljahn vor mir liegen; direkt unterm Monitor; wenn ich darin lese, kann ich mannomann verstehen. In dem Buch sind doch fast alle fast immer unter 343 Strom (WBS), gut ein bissel Hafenbrühe war auch immer dabei. Ich bin selber 10 Jahre bei der DSR gefahren, danach noch über 20 Jahre beim Fährschiffamt Warnemünde - Gedser und habe einen Einblick. Also ab und zu waren wir auch nüchtern und haben fleißig den Rosthammer gestimmt, manchmal sehr zum Ärger der Anwohner auf dem Hauptdeck;-).
MFg Peter von der Musterrolle

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Saudrücker, Montag, 26. Januar 2009, 10:49 (vor 3494 Tagen) @ Icke

Mensch Peter, dass gerade du das Buch so falsch interpretierst, das enttäuscht mich sehr. An Bord wurde nicht mehr getrunken als in der sozialistischen Produktion. Nur wurde das bei uns in der Freizeit gemacht und in den Büros an Land während der Arbeitszeit. Da hat bloß noch keiner drüber geschrieben. Und was wäre die Seefahrt ohne unsere tollen Feste gewesen? Schade, dass du sie nicht erleben konntest. Wie hast du da die zehn Jahre überhaupt ausgehalten? Muss traurig gewesen sein.
Aber ist das deshalb das zweite Tabuthema? Ich kann es nicht glauben. Na, wenn du dich nur an den wenigen Episoden über den WBS, die drei Buchstaben, die jeder Seemann noch immer voller Stolz im Munde führt, stößt, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen und der Weg zu deiner Läuterung nicht mehr weit. Hättest du mir aber auch persönlich sagen können. Trotzdem, danke für die unerwartete Reklame. Wäre nicht nötig gewesen. Das Buch läuft prima. Deine Musterrolle.de ist auch Klasse. Darauf trinken wir einen. Prost!

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Icke, Montag, 26. Januar 2009, 15:23 (vor 3494 Tagen) @ Saudrücker

Nee nee Friedrich, ich weiß ja wie der Hase lief. Bei uns an Bord war zu den Feiertagen auch immer ganz schön was los. Nur bei von der DSR Unbeleckten kann durch Deine Schreibe der Eindruck entstehen, dass wir ständig unter Strom standen. Na nix für ungut, ich bin zur Zeit etwas erkältet und verschiebe das PROST auf später.
Ach ja das noch Felixens Gesprengten Hai habe ich mir auf die Festplatte geladen. Habe ihn an zwei Abenden durchgeschwartet. Auch Klasse geschrieben.
MfG Peter

Rezension

Saudrücker, Montag, 26. Januar 2009, 16:30 (vor 3494 Tagen) @ Icke

Is schon ok. Ich dachte schon, du wolltest hier eine 2. Front aufmachen. Ja, wer etwas niederschreibt, der läuft immer Gefahr falsch verstanden zu werden, vor allem wenn es sich nicht um Harry Potter handelt. Aber wenn du nachliest, du wirst auf diesen 467 Seiten keine Zeile finden, in der ein Nautiker betrunken auf die Brücke gekommen wäre oder sich ein Storekeeper in irgendeine Ecke verholt hätte, um seinen Rausch auszuschlafen. Nein, dafür ist mir die Ehre meiner Bordkameraden zu wertvoll und das habe ich auch nicht kennengelernt. Aber was ist dagegen einzuwenden, mit Augenzwinkern zu beschreiben, wie wir in geselliger Runde unsere Freizeit verbrachten? Ich möchte nicht wissen, welche Worte manche Ehefrau gebrauchen würde, wenn sie ihren Mann mit der Bierflasche in der Sofaecke charakterisieren sollte. Die klängen nicht so liebevoll ironisch wie dieses Hohelied auf die Seefahrt bei der DSR. Wir zigtausende Seeleute lassen uns nicht auseinanderdividieren.
Bei unserer Ehre, wie sagte Werner Holt? Geht die Welt in Scherben, wir stehn für zwei, und gehts ans Sterben, wir sind dabei!

Rezension

seesack, Dienstag, 27. Januar 2009, 01:08 (vor 3493 Tagen) @ Saudrücker

Das hat Gilbert Wolzow gesagt,nicht Werner Holt:-)

Rezension

Saudrücker, Dienstag, 27. Januar 2009, 09:26 (vor 3493 Tagen) @ seesack

Da hast du wohl recht. Ich konnte mich nur nicht mehr an den Namen des anderen erinnern und dachte, es wird schon keiner merken, so behäbig wie die Zuschauer dieses Forums sind. Das Geiseltal lässt grüßen.

Rezension

OAL-CK238 @, Montag, 26. Januar 2009, 09:20 (vor 3494 Tagen) @ mike40

Herr Spiewok

„WO WIR SIND IST IMMER VORN UND WENN WIR EINMAL HINTEN SIND, IST HINTEN VORN!“ das ist die volkstümliche Übersetzung von „DIE PARTEI HAT IMMER RECHT“ !
Sie haben das verinnerlicht. Sie glauben noch heute daran.
Wenn etwas nicht passt, dann wird es halt gedreht!
„Funker Felix“ hat nur seine Erinnerungen aufgeschrieben! In einem humorvollen und ironischem Stil. Für mich ist er ein lebensfroher und junggebliebener Mann der mit beiden Beinen im Leben steht und mit offenen Augen durchs Leben geht!
Man muß nicht jedes Wort von ihm auf die Goldwaage legen, man muß auch nicht jedem Satz zustimmen, aber man muss anerkennen, dass es sich mit Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt und zum Dialog ermuntert!
Aber für Sie ist es einfach schwer in den Spiegel zu schauen!
Was Heinmück geschrieben hat war nicht sachliche Argumentation, sondern genau die giftgrüne Brühe mit verbalen Entgleisungen von der Sie sprechen.
Andere Meinungen ließen Sie und Ihresgleichen niemals gelten!
Nehmen Sie nur als spontane Auswahl, Robert Havemann, Rudolf Bahro, Wolf Biermann.
Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Sie haben niemals gefragt richtig oder falsch, sondern nur andere Meinung?
Also Feind oder wie Günther Schabowski, Verräter!
So verfahren Sie auch noch heute!
Und wenn Heinmück der Schrifsteller Walter Kaufmann ist, dann kann man nur sagen, ALTER SCHÜTZT VOR TORHEIT NICHT!
Hat er doch schlimm unter den Nazis gelitten.
Jeder, aber auch jeder vernünftige Mensch verurteilt ohne Wenn und Aber das faschistische System. Und eine Aufrechnung von „guten Taten“ gegen Verbrechen kann und darf es nicht geben.
Darf es nicht geben? Eigentlich nicht! Aber für sich und Ihre kommunistische Diktatur Verfahren sie ständig so.
Sie sind vom Hass gezeichnet! Gehörte doch Hass zur sozialistischen Erziehung.
Dialogfähigkeit war und ist Ihnen fremd!
Aber Hass macht blind und darum wollten Sie schon damals „Den Kapitalismus, der am Abgrund steht, überholen ohne einzuholen!!
Wie das gehen sollte hat niemand gewusst, ist auch egal, Sie haben es geschafft und das allein macht uns glücklich.
Warum also sollten wir Sie und Ihr untergegangenes System hassen?

Nur wenn Sie erwarten, dass wir vergessen, dann können wir Ihnen garantieren, dies werden wir nicht tun!

Das können und dürfen wir gar nicht, sonst würden solch literarische und tschekistische Meisterleistungen Ihrer Kundschafter in Vergessenheit geraten:

Information:

Am 29.01.84 hat die Fr. B wieder nach langer Zeit, soweit ich es mitbekommen habe, die Familie Kurth aufgesucht.
Die Frau B. war über eine Stunde bei der Fam. Kurth und kam mit einer Reiseschreibmaschine von dort zurück zu ihrer Wohnung.
Ich nehme an das die Fr. B. für die Kurths etwas geschrieben hat denn ich habe am Nachmittag bei der Frau B. keine Maschine schreiben gehört.
Ich glaube die B. ist im besitz einer Schreibmaschine, da schon öfters in der Wohnung mit Schreibmaschine geschrieben wurde.

gez. K.-H. Thiele
(Wörtliche Abschrift aus unserer Stasiakte - der Klarname des K.-H. Thiele ist bekannt)

Währe das nicht ein schrecklicher Verlust? Könnten Sie sich bei diesem Gedanken wohlfühlen?

Aber Felix darf sich wohlfühlen, er hat niemandem Unrecht angetan!

Freundliche Grüße

Claus Kurth

Rezension

mannomann, Montag, 26. Januar 2009, 10:10 (vor 3494 Tagen) @ OAL-CK238

Mir fällt es schwer den Themen in diesem Forum zu folgen.....
Man kennt sich wohl untereinander,begleicht alte Rechnungen und hat wohl weniger Seefahrt als Thema.Dann kann ich gleich auf die Seite "Stasiopfer" gehen....
Zum Thema,nochmal ein Versuch:
Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Deck und Maschine auf DSR-Schiffen?

mannomann-
klinke mich wohl besser hier aus.

Rezension

Icke, Montag, 26. Januar 2009, 10:38 (vor 3494 Tagen) @ mannomann

Hallo Mannomann, das Verhältnis zwischen den beiden war eigentlich bestens, bis auf die üblichen Frozzeleien, als da waren: Decksaffen und Dieselpanscher oder Flurplattenindianer. Wenns den mal wirklich Dicke kam, haben alle zugepackt, da war nix zu spüren von Streitereien und Ressortdenken.
MfG Icke

Rezension

mannomann, Montag, 26. Januar 2009, 10:45 (vor 3494 Tagen) @ Icke

Was soll man dann von dieser Aussage halten?:

"Wer sich etwas näher mit der Seeschiffahrt befaßt,weiß,daß es allgemein an Bord eines jeden Schiffes Spannungen zwischen dem Bereich Maschine und der Brücke gibt,jedenfalls in der DDR-Schiffahrt war das so."
Zitat von einem Land-Ei.

mannoman

Rezension

Saudrücker, Montag, 26. Januar 2009, 11:34 (vor 3494 Tagen) @ mannomann

Also mit diesem Palaver kommen wir nicht zu Potte. "Spannungen" zwischen Deck und Maschine hat es seit jeher gegeben, als plötzlich Schiffe statt mit Segeln plötzlich mit Dampf über die Meere fuhren. Das hat mit der DSR-Seefahrt überhaupt nichts zu tun. Da wurde halt an der Berufsehre des anderen etwas gekratzt.

Rezension

OAL-CK238 @, Montag, 26. Januar 2009, 11:46 (vor 3494 Tagen) @ mannomann

Sie sind ja ein ganz Schlauer, kaum diskutieren wir ein Woche ueber die Gaunereien der Stasi, da merken Sie dies auch schon oder war das nur eine harmlose Uebung was mit Funker Felix geschehen ist und mit vielen anderen?
Ansonsten kenne ich niemanden persoenlich von dieser Seite (leider), da liegen Sie foellig falsch!
Erkennbar ist nur, dass Sie mit albernen Themen die Aufmerksamkeit auf sich lenken moechten!

Schoene Gruesse

Claus Kurth

Rezension

mannomann, Montag, 26. Januar 2009, 11:59 (vor 3494 Tagen) @ OAL-CK238

Bin ich gemeint?

mannomann

Rezension

Trixi, Dienstag, 27. Januar 2009, 14:30 (vor 3493 Tagen) @ felix

Renate Mass (Trixi)

Hallo allerseits!

Verfolge hier ganz gespannt Eure Meinungen und muß nun auch mal meinen Senf dazugeben. Wer wie die Seemanns-Braut meint, das Heinmück den Funker Felix für das heutigen Systems verantwortlich machen und verprügeln will, der hat die Rezension anscheinend nicht verstanden und das macht mich dann wieder betroffen. Obwohl sich die Braut hier noch sehr von den anderen abhebt. Ich finde, Heinmück hat es auf den Punkt gebracht, ich kann mich dem nur anschließen!

Also, nach Art des Friedrich Seibicke: Herr Kaufmann ist okay. Ich habe seine Rezension gelesen.

Eure Trixi

Rezension

Seemanns-Braut, Dienstag, 27. Januar 2009, 18:16 (vor 3493 Tagen) @ Trixi

Hurra, endlich mal ein Mädchen .... Willkommen im Klub!
Die schönsten Reisen waren immer die mit Mädels an Bord, weil: Da haben die Jungs sich Mühe gegeben, Anstand gezeigt und die Sitten gewahrt. Vielleicht hilfts also auch hier.
So isses mit dem geschriebene Wort - es steht da und nun muss man sich u.U. erklären. Ich versuchs mal so: Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, Felix wegen seiner Sichtweise auf das von ihm erlebte und ( in drastischer Art )geschilderte zu verprügeln!
Absolution?
Ahoi! und wer bis jetzt noch nicht wußte, was Herr K. wollte, hats nun eben von ihm selbst erfahren... w.z.b.w. ( was zu beweisen war! ). Berndt

Rezension

felix ⌂ @, Dienstag, 27. Januar 2009, 18:49 (vor 3493 Tagen) @ Seemanns-Braut
bearbeitet von felix, Dienstag, 27. Januar 2009, 18:53

Mal ein ganz anderes Thema: Haste bei RTL Dschungel-Camp geguckt? Da war das Mädchen ein Mann! ;-)

Rezension

Seemanns-Braut, Dienstag, 27. Januar 2009, 19:34 (vor 3493 Tagen) @ felix

Sei mir nicht böse Felix, dass ich nicht lachen kann...
( Seemanns-Braut, also ich ) ist ja auch ein Mann, noch jedenfalls!
... aber ich bin einfach zu doof für diese Welt!
Ich habe bis kurz vor der Wende "nichts begriffen" und nun, 20 Jahre später, muss ich begreifen, mit was für Leuten ich da den Sozialismus aufbauen wollte.
Einfach nur widerlich - Heinmück und Genossen...

Rezension

cewe-freak, Donnerstag, 29. Januar 2009, 16:41 (vor 3491 Tagen) @ Seemanns-Braut
bearbeitet von cewe-freak, Donnerstag, 29. Januar 2009, 16:47

Sei mir nicht böse Felix, dass ich nicht lachen kann...
( Seemanns-Braut, also ich ) ist ja auch ein Mann, noch jedenfalls!
... aber ich bin einfach zu doof für diese Welt!
Ich habe bis kurz vor der Wende "nichts begriffen" und nun, 20 Jahre später, muss ich begreifen, mit was für Leuten ich da den Sozialismus aufbauen wollte.
Einfach nur widerlich - Heinmück und Genossen...

Lachen ist doch so gesund, liebe Seemannsbraut. Wegen des Lachens: Kennst Du nicht den asbachuralten Witz, daß sich Dachdecker Erich einst beide Arme gebrochen hat? Warum? Er hat sich auf die Jugend gestützt. ;-) :-D :-D :-D

Rezension

Saudrücker, Mittwoch, 28. Januar 2009, 16:37 (vor 3492 Tagen) @ Trixi

Ich liebe alle Kaufmänner, besonders wenn's Rabatt gibt!

Rezension

cewe-freak, Mittwoch, 28. Januar 2009, 22:26 (vor 3491 Tagen) @ Trixi

Renate Mass (Trixi)

Hallo allerseits!

Verfolge hier ganz gespannt Eure Meinungen und muß nun auch mal meinen Senf dazugeben. Wer wie die Seemanns-Braut meint, das Heinmück den Funker Felix für das heutigen Systems verantwortlich machen und verprügeln will, der hat die Rezension anscheinend nicht verstanden und das macht mich dann wieder betroffen. Obwohl sich die Braut hier noch sehr von den anderen abhebt. Ich finde, Heinmück hat es auf den Punkt gebracht, ich kann mich dem nur anschließen!

Also, nach Art des Friedrich Seibicke: Herr Kaufmann ist okay. Ich habe seine Rezension gelesen.

Eure Trixi

Mich würde mal interessieren, Trixi, ob Du auch bei der DSR zur See gefahren bist. Wenn nicht, ist eigentlich die Rezension von Heinmück, alias W. Kaufmann sowie die Antwort von FunkerFelix für Dich nur ansatzweise verständlich. Denn dann kannst Du keinesfalls wissen, was auf den Schiffen der einstigen Deutschen Seereederei so vor sich ging, wie sich die Arbeits- und Lebensbedingungen und das soziale Umfeld im Laufe von Jahrzehnten verändert haben. Wie die Seeleute damit umgegangen sind. Und daß „Heinmück“ ein intimer Kenner dieser Szene ist, glaube ich schon eher. Was ich allerdings für ausgeschlossen halte, daß Heinmück der Schriftsteller Walter Kaufmann ist. Vorausgesetzt er und ich meinen den gleichen Mann, der vor wenigen Tagen 85 Jahre alt geworden ist und in der ehemaligen DDR ein beliebter Verfasser von Reisebeschreibungen war.

Rezension

Heinmück, Dienstag, 27. Januar 2009, 14:46 (vor 3493 Tagen) @ felix

Hallo Jungs,

jeder weitere Kommentar zu euren Zeilen erübrigt sich.

Nicht jedoch, mich ohne für die anerkennenden Worte zu bedanken. Ihr seid ja so leicht aus der Reserve zu locken, ja - zeigt Euer wahres Gesicht!

So ist das eben mit den Andersdenkenden, früher wie heute - nur Ihr seid natürlich die Guten!

Vielleicht gehen spätestens jetzt so einigen doch noch die Augen auf.

Also, gehabt Euch wohl!
Heinmück

Rezension

OAL-CK238 @, Dienstag, 27. Januar 2009, 15:01 (vor 3493 Tagen) @ Heinmück

Nein, wir sind nicht die GUTEN, wir sind nur die, die verhindern wollen, dass Eure miesen Taten vergessen werden!

Claus Kurth

Rezension

OAL-CK238 @, Dienstag, 27. Januar 2009, 18:54 (vor 3493 Tagen) @ Heinmück

Muss dem Heinmueck noch etwas sagen - kann immer nur so schreiben wie meine Maschine es zulaesst, an der ich gerade stehe - darum fehlen mir auch die Umlaute -

Dass Sie Heinmuek nichts begriffen haben zeigen Sie mit Ihrer Aussage ueber die Andersdenkenden!
Das ist naemlich der Unterschied, heute duerfen die nicht nur denken, sondern dies auch sagen!
Die Andersdenkenden wurden von Ihresgleichen mundtot gemacht!
Gern wuerden Sie dies auch heute noch tun, geht aber nicht!
Und wenn Sie dies begreifen, dann haben Sie doch schon eine ganze Menge begriffen!

Wuensche Ihnen noch einen schoenen Feierabend, den habe ich auch bald und dann werde ich mir Stuttgart gegen die Bayern anschauen und mich erneut darueber freuen, dass das Leben so schoen ist!

ck

Rezension

Seemanns-Braut, Dienstag, 27. Januar 2009, 19:27 (vor 3493 Tagen) @ Heinmück

Danke, Heinmück!!!
Jetzt durfte ich doch noch meine Erfahrungen mit Euch machen, Danke!
Als bekennendes "Kind der Republik" ( Jahrgang 55 ) hab ich in der BRAUT auch meine anfängliche Liebe zum Land der Geburt beschrieben, den viel zu langen Glauben daran geschildert, dass das was wir taten richtig sein würde. Auch die ( sehr späte ) Enttäuschung über die Ignoranz der Führenden in Staat und Wirtschaft, Rechthaberei um jeden Preis, auch den der Menschlichkeit...
Ich habe bei meinen Buchlesungen stets auf die beiden Stasi-Beispiele verzichtet... die SEEMANNS BRAUT sollte einen Dialog möglich machen.
Jetzt hat sogar der letzte Gutgläubige, also ich, begriffen: Ihr werdet immer "aus der Hüfte schießen" weil Ihr nicht anders könnt.
Die Geschichte hat Euch dort abgesetzt, wo Ihr hingehört. Und kommt mir blos nicht mit Marx und so.... den habt Ihr zu DDR-Zeiten nicht begriffen und werdet ihn nie begreifen ... immer nur missbrauchen. So wie ihr das 40 Jahre lang getan habt!
Jo, also: Ich bin mit der BRAUT zum großen Lesefestival rund um die Leipziger BUchmesse eingeladen, zu LEIPZIG LIEST!
Dort werden die StasiGeschichten diesmal nicht fehlen, auch nicht der Abend an dem tausende Bereitschaftspolizisten vor dem Einsatzbefehl zitterten, der sie gegen die eigen Leute schicken würde. Auch nicht die leer geräumten Stationen Leipziger Kliniken und die leeren Blutbanken...
Und ich werde darauf verweisen: Bleibt wachsam - es gibt sie noch!
Dann behaltet mal schön den Glauben an die Sieghaftigkeit Eures Tuns weiter ...
Einfach nur widerlich der Gedanke an Euch Humanisten ...

Rezension

Saudrücker, Mittwoch, 28. Januar 2009, 12:33 (vor 3492 Tagen) @ Heinmück

C'est la vie. Durch meine sozialistische Erziehung bin ich leider zum Atheisten geworden. Zweck Vergebung der Sünden bitte an den Papst wenden, denn Christus ist auch für Mitarbeiter der Sicherheitsorgane am Kreuz gestorben.

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felix ⌂ @, Mittwoch, 28. Januar 2009, 18:25 (vor 3492 Tagen) @ Heinmück

Also Heinmück, für mich sind Sie von den Guten der Beste - ehrlich! Der Koh-i-Noor unter den vielen brillanten Stellungnahmen. Ich bin guter Hoffnung, in einem anderen out-fit weiterhin von Ihnen zu hören. Danke im voraus! :-D

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cewe-freak, Mittwoch, 28. Januar 2009, 22:36 (vor 3491 Tagen) @ Heinmück

Hallo Jungs,

jeder weitere Kommentar zu euren Zeilen erübrigt sich.

Nicht jedoch, mich ohne für die anerkennenden Worte zu bedanken. Ihr seid ja so leicht aus der Reserve zu locken, ja - zeigt Euer wahres Gesicht!

So ist das eben mit den Andersdenkenden, früher wie heute - nur Ihr seid natürlich die Guten!

Vielleicht gehen spätestens jetzt so einigen doch noch die Augen auf.

Also, gehabt Euch wohl!
Heinmück

Lieber "Heinmück" Walter Kaufmann. Uns brauch' niemand aus der Reserve locken. Wir dürfen jetzt nur eins: Sagen, was wir denken. Das mag manchmal unbequem sein. Wir sind weder die Guten noch die Schlechten. Und die Augen, die sind den nüchtern denkenden Menschen in der ehemaligen DDR spätestens dann aufgegangen, als ein ideologischer Anstreicher nach 1986 den unseligen Satz vom Stapel ließ: "Wenn mein Nachbar seine Wohnung tapeziert, muß ich doch nicht Gleiches tun!". Der Mann ging dann als "Tapetenkutte" in die jüngere Deutsche Geschichte ein. Oder hast Du auch noch die alten Tapeten dran? Nur mal so 'ne Frage

Kleiner technischer Einwurf...

admin @, Mittwoch, 21. Januar 2009, 15:18 (vor 3499 Tagen) @ Heinmück

Der Ursprungsbeitrag bestand auf Grund der Beschränkung der maximalen Textlänge von 5000 Zeichen aus zwei Teilen. Die Beschränkung der maximalen Textlänge wurde auf 50000 Zeichen erhöht und die beiden Teile wurden zu einem Beitrag zusammengeführt.

Rezension

Saudrücker, Freitag, 30. Januar 2009, 12:30 (vor 3490 Tagen) @ Heinmück

Günter Grass hat 20 Jahre nach dem Mauerfall eine negative Bilanz der deutschen Einheit gezogen. Es sei eine Einheit auf Pump gewesen, begleitet von einer historisch bisher beispiellosen Enteignung und von Bevormundung der ostdeutschen Bevölkerung, sagte der Literaturnobelpreisträger gestern anlässlich des Erscheinen seines Tagebuches von 1990 "Unterwegs von Deutschland nach Deutschland". Grass sieht starke Erosionsschäden der Demokratie. Notwendig sei jetzt eine umfassende Verfassungsreform.
Grass kritisiert, dass nach 20 Jahren Wende 90 Prozent der Produktionsmittel in den neuen Bundesländern in westlicher Hand sind. Angesichts der festgeschriebenen Eigentumsverhältnisse werde das Reich-Arm-Gefälle zwischen West und Ost noch lange bestehen bleiben. "Ich befürchte, dass wir uns auf all den Gedenkfeiern in diesem Jahr in die Tasche lügen werden, was den Zustand der Nation betrifft- und alles wird noch verstärkt durch die Finanzkrise, die aber damals schon begann." Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sei zu feige gewesen, Steuern zu erheben. "So wurde die Einheit auf Pump gemacht."
"In manchen Bereichen sind meine negativen Prognosen übertroffen worden", sagte Grass. Das Ausmaß der Enteignungen habe er sich damals nicht vorstellen können. "Ich hätte mir auch nicht ausmalen können, dass 20 Jahre nach dem Einheitsvertrag in Ost und West ungleiche Löhne und Gehälter gezahlt werden. Das ist ein Skandal in einem reichen Land!" Grass sprach auch mit Blick auf die Abwanderung von Millionen Menschen nach Westdeutschland und dem in Ostdeutschland starken Rechtsradikalismus von "Ergebnissen eines schiefgelaufenen deutschen Einheitsprozesses."
Die Demokratie in der demnächst 60 Jahre alten Bundesrepublik leide laut Grass unter Erosionsschäden und müsse repariert werden.
Wer glaubt, im Kielwasser dieser kritischen Bestandsaufnahme die Verbrechen der Staatssicherheit vergessen machen zu können, der ist auf dem verkehrten Dampfer!

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horst210, Freitag, 30. Januar 2009, 13:16 (vor 3490 Tagen) @ Saudrücker

Es soll immer noch Leute geben, die ihre Gesinnung nicht verhökern. Ganz im Gegensatz zu euch, die nie eine hatten! Das setzt nämlich halbwegs Charakter voraus. Bleibt ihr paar Hansel mal bei euerm Gegrillten, schaut Euch Stuttgart gegen Bayern an und zeigt ab und an hier im Forum, wie tief euer (un)geistige Horizont hängt. Die Fäkalientanks der Flotte waren gehaltvoller, als euer hier fabrizierter Dünnsch...!

Rezension

OAL-CK238 @, Freitag, 30. Januar 2009, 18:25 (vor 3490 Tagen) @ horst210

Charakter an sich ist eigentlich keine Eigenschaft!
Ein Charakter kann schlecht oder auch gut sein!
Einen ganz miesen Charakter hat jemand, der aus dem Hinterhalt schiesst ohne sich zu erkennenzugeben!

Schoene Gruesse Claus Kurth

P.S. Heut wuerde ich gern Hamburg gegen Bayern schauen, kommt aber, glaube ich, nur im Bezahlfernsehen, das ist mir zu teuer!

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felix ⌂ @, Freitag, 30. Januar 2009, 19:54 (vor 3489 Tagen) @ Heinmück
bearbeitet von admin, Mittwoch, 04. Februar 2009, 16:29

Hallo - allen Pro und Contras.

Ich habe für diese ausufernde Debatte nicht das Eröffnungsverfahren eingeleitet.
Aber wie es sich zeigte, bestand dafür erhöhter Diskussionsbedarf. Nur liegt es nicht jedem, Contenance zu bewahren.

Lasst uns Angenehmerem zuwenden und diese Peinlichkeiten beenden.

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