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Das sagt der Waschzettel...

Die Literatur der Handelsschiffahrt der DDR ist um einen bemerkenswerten Titel reicher.
Der Autor fuhr 22 Jahre auf verschiedenen Schiffen der Deutschen Seereederei zur See. In seinem persönlichen Erinnerungsschatz schöpft er geradezu aus dem Vollen.

Hervorragend aufgearbeitetes Bildmaterial unterstützt gezielt die breitgefächerten Erlebnisberichte.
In zwei Jahrzehnten hat zwischen Shanghai und Guayaquil sehr viel stattgefunden. Mit dem feinen Gespür für das Wesenhafte und die Treue des Details, gepaart mit umfassender Kennerschaft, wählt "Funker Felix" einen unterhaltenden schlichten Erzählstil, der jeden "Ehemaligen" voll vertraut sein dürfte. Vielen namentlich Benannten setzt der Autor ein Denkmal. In dem Bestreben, unterhalten zu wollen, überwiegt die Heiterkeit. Aber auch mehrere betrübliche Schilderungen verdeutlichen die Gefahren und Risiken des Seemannsberufes.
Bis auf wenige unterhaltsame und belustigende Ausnahmen wird von der Arbeit an Bord nicht gesprochen. Von der Arbeit des Zolls, der "Ausklarierung" und der Politabteilung aber schon! Die menschenverachtenden Aktivitäten der allgegenwärtigen offiziellen und inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit finden ihre gebührende Berücksichtigung. Diese Schilderungen verbreiten keine Heiterkeit.
Der Leser erhält einen erschütternden Einblick in die Allgegenwärtigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit, auf hoher See und in der Heimat. Der Einzug des Seefahrtsbuches beendet ein Berufsleben auf See, dem sich der Autor mit Leib und Seele verschrieben hatte.

W. Zimmermann
Format: 17 x 24 cm, Originalfotos farbig und schwarz-weiß, ISBN: 3-00-015551-1