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Tipps für den Ausdruck

Da unsere Generation alles andere, nur nicht mit Computern aufgewachsen ist, hat der Admin hier mal kurz erläutert, wie Ihr aus der PDF-Datei ein Buch gedruckt bekommt.

Das Buch ist im Format 170 x 240 mm erschienen. Zum Druck für den heimischen Tintenstrahler natürlich etwas unhandlich. Deshalb wurde das Buch für den Ausdruck von der Druckversion auf eine Seitengröße von DIN-A4 skaliert.
In dieser Abhandlung wird davon ausgegangen, daß Ihr einen Tintenstrahldrucker benutzt.

 

Laser oder Tintenpietscher der neueren Generation beherrschen meist den doppelseitigen Druck und berücksichtigen dabei auch rechte und linke Seitenränder. Wenn Ihr so ein Exemplar Euer Eigen nennt, vergesst diese Anleitung. Ansonsten lest weiter...

Ein Buch besteht logischerweise immer aus Seiten mit einer geraden und einer ungeraden Seitennummer. In jedem Buch ist eine Seite mit einer geraden Seitennummer immer eine linke Seite, eine Seite mit einer ungeraden Seitennummer ist demzufolge immer eine rechte Seite. Aufgrund der Bindung hat eine Seite mit gerader Seitennummer rechts einen größeren Rand, eine Seite mit ungerader Seitennummer hat diesen Rand natürlich links.
OK, ich will hier nicht den Oberlehrer raushängen lassen, das alles ist bekannt oder fällt einem jetzt erst auf, recht trivial eigentlich, aber wichtig für unsere weitere Vorgehensweise.
Unser Trick ist nun, daß wir erst die Seiten mit gerader Seitennummer drucken, das Papier dann erneut durchlaufen lassen und auf die Rückseite die Seiten mit ungerader Seitennummer drucken.
Die meisten PDF-Reader bieten eine Option, um Seiten mit ungerader und gerader Seitennummer separat zu drucken. Wir machen das nun folgendermaßen: Den Drucksklaven mit Papier beschicken, den Ausdruck starten, in den Druckereinstellungen die Option "Nur gerade Seiten" wählen und den Hobel knechten lassen. Je nach Zügigkeit der eingesetzten Drucktechnik liegt dann ein ausgedruckter Papierstapel im Ausgabefach.

Tintenstrahldrucker haben konstruktionsbedingt ein Problem: Die fertig ausgedruckten Seiten werden aufeinander abgelegt. Blatt 2 liegt also im fertig gedruckten Stapel ganz unten, Deckblatt ist Blatt 214, weil wir zunächst nur die geraden Seiten drucken.
Für den ersten Durchlauf ist das auch erstmal gut so.

Beim Foxit-Reader sieht das im Druckdialog dann so aus, beim Acrobat-Reader ist das sehr ähnlich:

druck

Wichtig ist, daß die Optionen "Automatisch drehen" und "Automatisch zentrieren" in beiden Durchläufen ausgeschaltet sind, weil es sonst keine unterschiedlich breiten linken und rechten Ränder mehr gibt!
Außerdem bieten PDF-Reader eine Option, um beim Ausdrucken mit der höchsten Seite zu beginnen und bis hin zu Seite 1 zu drucken. Diese Option heißt "Seiten umkehren" und die schalten wir nun ein. Den fertigen Stapel um 180° drehen, so daß der Text nicht mehr auf dem Kopf steht, wieder ins Papierfach damit, die bisher bedruckte Seite liegt oben! und die ungeraden Seiten drucken, die jetzt natürlich von hinten beginnen. Jetzt werden Seite 213 abwärts bis Seite 1 gedruckt. Fertig ist Euer Buch!
Bei einem Laserdrucker müßt Ihr anders vorgehen, da der die gedruckten Seiten face-down, also mit der fertig gedruckten Seite nach unten abgelegt. Aber das Prinzip ist, denke ich mal erkannt.
Experimentiert zunächst ein wenig mit 6 oder 8 Seiten und verrammelt nicht gleich durch falsche Einstellungen Euren ganzen Papiervorrat für die Tonne!
Ein Nachteil dieser Methode ist: Versemmelt ihr beim zweiten Durchlauf zum Beispiel die Seite 121, weil der Drucker z. B. Papier schief einzieht, sich irgendwas verklemmt und die Kiste nur Knautschlack auswirft, habt Ihr ein Problem... Dann muß man logisch nachdenken und die ganze Prozedur notgedrungen für den restlichen Bereich wiederholen.

Wenn Euer Drucker A5-Papier verarbeiten kann, könnt Ihr das ganze dann natürlich auch auf A5 drucken. Dazu in den Eigenschaften des Druckers das Papierformat auf A5 ändern und im Druckdialog des PDF-Readers unter dem Punkt "Skalierung" aus der Liste den Eintrag "Papiergröße" wählen. Der Rest wie eben erläutert. Der PDF-Reader verkleinert nun den Ausdruck auf die eingestellte Papiergröße A5.

Der Copyshop an der Ecke ist für sowas meist auch zu haben, das PDF auf einen USB-Stick kopieren und hin zu den Jungs. Wenn die dann was vergurken, ist das nicht Euer Problem. Außerdem können die Euch für ein paar Euro noch 'ne schicke Ringbindung fabrizieren.

Ich hoffe, Ihr kommt klar und ich habe keinen Denkfehler gemacht.


Der Admin