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Hanse-Sail 2009 Drucken

Das heißt für die Stadt Rostock: Höchste Alarmstufe!
Das heißt für die angereisten Händler: Dollarzeichen in den Augen.
Das heißt für die Anwohner der Gegend um den Stadthafen und in Warnemünde: Verkehrschaos, Krach ohne Ende, Fenster zumachen, Auto vergessen und keinesfalls benutzen, bei Rückkehr einen Parkplatz zu finden, ist aussichtslos.

DAS maritime Großereignis an der Ostseeküste.

 

Mal ein Gastbeitrag vom Admin.

 

Ein Treffen von Seglern aus aller Welt. Mit dabei wieder sieben Großsegler wie die Sedov, die MIR und die Gorch Fock.
Die Hanse-Sail startet traditionell am ersten Donnerstag im Monat August.
Hotels und Pensionen sind Monate vorher ausgebucht, zu dezent angepassten Preisen natürlich.
Sieht man vom Verkehrschaos, fehlenden Parkplätzen, fleißigen Politessen und Politeresserichen mal ab, macht dieses Event richtig Spaß.
Das Flair ist einmalig und lockt so um die eine Million Besucher an die Kaikanten des Rostocker Stadthafens und nach Warnemünde. Die Bilder, die sich dort bieten, sind fantastisch.
Schiffe, Schiffe, Schiffe.
Händlerbuden, soweit das Auge reicht. Der übliche Rummel: Karussells für die mitgeführten Winzlinge, Autoscooter, Riesenrad, Schieß- und Losbuden, Showbühnen regionaler Radiosender mit Konzerten mehr oder weniger bekannter Stars und Sternchen. Das übliche Gedaller eben.
Dazu reichlich Schrott: Zweifelhafte Händler mit Socken und Unterwäsche, albern bedruckten T-Shirts, Gartenzwergen, Kuckucksuhren, Porzellanhündchen, Kochtöpfen und Bratpfannen, Ringen, Ketten, Glitzersteinchen und ähnlichem Plunder nerven die Gäste.
Keiner hat etwas dagegen, wenn auf einem maritimen Fest Händler passend zum Thema Schiffsmodelle, Buddelschiffe, Schiffermützen, Fischernetze oder Steuerräder an den Mann bringen wollen. Sicher muß und will jeder sein Geld verdienen, aber die Hanse-Sail ist kein Trödelmarkt und eben erwähnter Schrott gehört dort nicht hin. Ebenso haben auf dieser Veranstaltung Firmen wie Vodafon, T-Mobile, Blackberry, Milrahm-Quark und diverse Autohäuser mit ihren Promotion-Shows nichts zu suchen. Ebensowenig der ADAC, der mit nerviger Kaltaquise um neue Mitglieder buhlt.
Wir alle wissen natürlich, warum das so ist.

Die Stadt hat aus den letzten Jahren gelernt und die Organisation ganz gut im Griff. Müll, den natürlich immer irgendwelche Trottel in die Gegend pfeffern, hält sich in Grenzen. Ich werde nie verstehen, was so schwer daran ist, fünf Meter zum nächsten Müllkorb zu latschen und seinen leergeschlürften Bierbecher dort zu entsorgen, anstatt ihn in die Gegend zu ballern. Pausenlos Leute am Saubermachen.
Alle 500 Meter gibt's Toiletten, Schilder weisen den inkontinent geplagten Wanderer darauf hin. In den Örtlichkeiten sieht es sauber und ordentlich aus, Handtücher und Seife vorhanden. Für 30 Cent recht luxuriös püschern zu gehen ist völlig ok.

Die 19. Hanse-Sail war ein voller Erfolg. Sonne satt und halbswegs ordentlicher Segelwind. 230 Schiffe aus zwölf Ländern machten Ihre Aufwartung. Mitsegeln kann man auf fast jedem Kahn, im Gegensatz zu den Jahren davor erstaunlicherweise dieses Jahr spontan von heute auf morgen. Das mag einerseits an der Wirtschaftskrise liegen, andererseits an der Tatsache, daß früher ein Großteil der Segler von Firmen gebucht wurde, um Ihre Geschäftskumpels ordentlich abzufüllen und einzulullen. Das Finanzamt erkennt nun die steuerliche Absetzbarkeit solcher Rechnungen für puren Spaß nicht mehr an. Demzufolge halten sich viele Firmen plötzlich dezent zurück und geben damit Kapazitäten frei.
Ich schweife ab, eigentlich wollte ich was erzählen...

Nun ja, auch ich fahre jedes Jahr zur Hanse-Sail mit auf die Ostsee.
Ich wohne in der Rostocker Altstadt, bis zum Stadthafen sind es nur ein paar Meter.

Und dort liegt ein Kutter namens "Palaemon".

Für Wissbegierige: "Palaemon adspersus", lateinischer Name für die Ostseegarnele.

Der Kutter gehört meinem Kumpel Thomas. Der ist Diplom-Meeresbiologe mit Kapitänspatent, betreibt eine Firma, die im Auftrag umfangreiche Forschungsarbeiten im Ostseeraum durchführt. Bestimmen der Heringspopulation, Larven zählen, Umweltgutachten, Bodenproben, Tauchservice, Schleppfahrten mit Kameras und all solche Sachen. Interessant. Der Mann hat was auf der Pfanne und stellt sich nicht blöd an. Namhafte Firmen gehören zu seinen Auftraggebern.
Seinen Kutter hat er zum Zwecke der Forschungsarbeit modifiziert, Winden, Bagger, Kran und Taucherplattform, Video-Technik usw.


Der Kahn macht Laune.
Gebaut 1949 in der Werft in Freest, etwas über 15 Meter lang, Eichenbohlen, hält ewig, Komplettüberholung inkl. Neuaustattung 2001/2002. Angetrieben wird das Teil durch eine kraftvolle Volvo-Maschine. Beeindruckend die technische Ausrüstung: jegliche Navigationstechnik, die heute möglich ist. Man kann im Ruderhaus gepflegt Skat spielen, das Teil fährt völlig eigenständig GPS-gesteuert von Warnemünde nach Stralsund. WC, Dusche, Internetanschluß und gepflegte Kojen.

Hin und wieder fährt Thomas auch mal einige Spaßtouren, ausschließlich für Kumpels oder deren Kumpels, mal zum Angeln oder nur so zum Spaß. Ohne kommerziellen Background.
So auch immer zur Hanse-Sail.

Jeder bezahlt ein paar Euro, um die Kosten für den vergurkten Diesel zu decken.
Zur Sail schleppt Thomas Bierkästen im 10er-Pack auf den Kahn, dazu einige Chargen an Flachmännern.
Jeder merkt sich die konsumierten Einheiten.
Äußerst lecker seine mittlerweile berühmte Fischsuppe, an Bord geköchelt, mit frischem Fisch der Saison, geheimen Gewürzen und ordentlich Porree. Knackige Fischbrötchen. Fetttropfender, frischer, warmer Heilbutt aus dem heckseitig angebrachten Räucherofen. Ein Geschmackserlebnis!
Aufgrund seiner Tätigkeit verfügt Thomas reichlich über Fisch, seine Tiefkühltruhen sind immer gut mit feinsten Filets gefüllt.

Für diese Fahrt hat sich Thomas mal wieder was ausgeknobelt. Live-Band an Bord. Genial.

"Bordstein" nennt sich diese Truppe. Vier Mann, die nur aus purem Spaß Musik machen. Umgängliche und äußerst sympatische Kollegen. Jeder der Mannen geht einem bürgerlichen Beruf nach. Wenn die Bande mal Bock hat, spielt sie hin und wieder bei irgendwelchen Events.
Die Jungs hat Thomas irgendwo weggefangen und spontan engagiert.

 

Um 18.00 Uhr war Auslaufen geplant. Alle Teilnehmer sind überpünktlich, hochmotiviert und erwartungsfroh erschienen.
Bei Thomas sind Uhrzeiten und Termine meist grobe Richtwerte. Zumindest privat. Das weiß jeder, der ihn kennt...
Demzufolge zieht sich das Ausklarieren ein wenig. Einige Kisten Bier und geringfügige Mengen an Nahrungsmitteln werden noch an Bord gehievt.
Dazwischen wuseln die Jungs der Band und schleppen ihren technischen Krempel an Deck, um sich am Bug des Kutters bühnentechnisch häuslich einzurichten. Scheinwerfer für die Projektion diverser Farben werden per Klebeband an die Masten gepappt, Strippen gezogen, Verstärker, Mischpult und diverse Boxen arrangiert. Soundscheck, Mikrofongelaber, "1, 2, 3, 4, 5" ...
Hört sich gut an, alles klar.

Thomas grinst und zündet seine Maschine, schmeißt den Jockel an, der jetzt den Saft für die Krachmacher erzeugt.
Der Landstrom wird getrennt, ebenso die Leinen von den Pollern und damit der Kutter von der Pier.
Viele von uns sind schon oft auf diesem Schiff mitgefahren und staunen immer wieder, wie gekonnt Thomas beim Ab- und besonders beim Anlegen millimetergenau mit seinem 15-Meter-Boliden umgeht. Mit zwei Fingern am Steuerrad dreht er den Schlorren in Marschrichtung und ab geht's...

"Bordstein" schmeißt sich umgehend auf die Bühne und den Riemen auf die Orgel. Unter hämmerden Bässen und sattem Schlagzeugsound schippern wir an der johlenden Meute auf der Pier des Stadthafens vorbei. Stimmung pur.
Das fängt ja schon gut an.

Jeder macht sich erstmal wieder ein Bier auf.
Den Kronkorken stecken Profis dezent in die Hosentasche, zum einen, weil er nicht über Bord gehört, zum anderen, um sich zum Ende des Törns einen Überblick über die konsumierten Gallonen zu verschaffen.
Die Unterwarnow ist eine Welt für sich. Sie verbindet die Stadtteile und die noch verbliebenen Industriegebiete Rostocks miteinander und erstreckt sich vom Stadthafen der Rostocker Altstadt bis hin nach Warnemünde.
Man schippert gemütlich eine gute Stunde bis zur Mole des Ostseebades. Dann beginnt die offene See.
Mehr als 7,5 Knoten sind nicht erlaubt. Viele fahren langsamer, Hektik verbreitet niemand. Das ist auch gut so. Das Gewusel auf der Warnow ist beeindruckend. Wenige Meter passieren die Schiffe einander. Jeder Skipper passt gehörig auf. Ein Schiff hat nun mal keinen Bremsweg von fünf Metern.
In all den Jahren der Hanse-Sail ist noch nie ein nennenswerter Unfall oder eine Kollision auf See passiert.

Leider ist das beim Personal an Land nicht immer der Fall. Es verwundert ohnehin, daß bei hunderttausenden Besuchern, die sich nicht immer ganz nüchtern an der Kaikante vorbeidrängeln, glücklicherweise fast überhaupt nichts passiert.
Dieses Jahr hat es aber leider wieder einen erwischt. Ein wenig gefeiert, an der Pier gestrauchelt, ins Wasser gedriftet und dazu noch unglücklich mit der Birne die Kaikante touchiert. Da hat man keine Chance mehr. Der leblose Körper wurde am nächsten Morgen geborgen.
Zynische Mitbürger, Militärstrategen etwa, nennen sowas dann "Kollateralschaden".

Die auf Volksfesten üblichen Hauereien bleiben aus. Gibt nichts auf die Fresse, gab's noch nie. Alle wollen nur Spaß. Die grünpigmentierten Streifenhörnchen zeigen Präsenz und defilieren lächelnd und ganz entspannt im 3er-Pack durch das Getümmel. Nirgendwo besteht Handlungsbedarf.

Ich schweife schon wieder ab...

Wir schippern die Warnow entlang und ziehen nach Passieren der Rummelmeile an der Haedge-Halbinsel vorbei. Die Segler liegen stellenweise im 5er-Pack an der Pier. Darunter beeindruckende Teile. So viele Schiffe habe ich in den letzten Jahren selten gesehen.

Thomas steuert dezent an der Kaikante und den daran liegenden Seglern vorbei.
"Bordstein" gibt sich weiterhin Mühe. Die Jungs sind richtig gut und machen mit bekannten Klassikern der Rockgeschichte ordentlich Alarm. Die Leute an Land auch. Alle johlen, winken und tanzen spontan mit. Die Hände zum Himmel. Überall pure Lebensfreude. Genau das ist das, was die Sail ausmacht.

An Backbord passieren wir die "Georg Büchner", jahrzehntelang Ausbildungsschiff der ehemaligen DSR, jetzt mit Gnadenbrot am Rande des Stadthafens endgelagert.

Der Krach der Rummelmeile legt sich. Jetzt wird's ruhig.
Jeder macht sich erstmal wieder ein Bier auf. Die ersten Flachmänner ziehen ihre Runden, dazu werden stellenweise Mixgetränke verabreicht.
Einige weibliche Mitglieder unserer selbsternannten Crew werden zunehmend lockerer.

An Backbord driften die verbliebenen Ruinen der ehemaligen Neptun-Werft an uns vorbei. "August Neptun" hieß das Teil im Rostocker Volksmund. Früher. Ein trauriges Kapitel Rostocker Werftgeschichte.

"Bordstein" macht zum Zweck der Nahrungsaufnahme und zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes eine kurze Pause.
Viele solidarisieren sich und machen sich gleichfalls ein Bier auf.
Der Kutter dampft tapfer stromabwärts, vorbei an den Rostocker Stadtteilen. Bootsanleger und Marinas an den Ufern.
Wir haben die Röhren des Warnowtunnels unter dem Kiel, an Backbord tauchen die Überreste des IGA-Parks auf.
An Steuerbord spielt sich noch ein wenig Wirtschaft ab. Das Imperium von Liebherr und die Fähranleger von Scandlines kommen in Sicht. Die Fähren sind immer in Aktion. Die Manöver auf der Wendeplatte, das Ab- und Anlegen sind immer wieder interessant anzusehen.

Wir passieren den Breitling und die Warnow-Werft, die ihre Kräne mit Trauerflor beflaggt hat. Der fröhliche Touch aus vielen Gesichtern verschwindet, viele werden nachdenklich. Die insolvente Werft und die Leute, die sie durch jahrzehntelange Knochenarbeit am Leben erhalten haben, kämpfen um ihre Existenz.

An Steuerbord kommt die Yachthafen-Residenz in Sicht, bis zur Mole ist es nicht mehr weit, wir steuern der offenen See entgegen.
Die Dämmerung setzt ein, warmes Büchsenlicht für die Kameras.

An Backbord zieht der Leuchtturm vorbei. Wir ballern auf die offene, ruhige See. Kein Wind, nicht eine Welle. Der Kutter liegt wie ein Bügeleisen im Wasser. Thomas zieht einige weitläufige Runden auf der Ostsee.
Zeit, wieder ein Bier zu öffnen. Einige Frauen bestehen permanent auf das Nachfüllen ihrer exotischen Kaltgetränke.

"Bordstein" kommt wieder in Gang. Einige weibliche Teilnehmer dieser Exkursion auch. Das Dach des Ruderhauses wird von einer spontan gegründeten Tanzgruppe okkupiert.

Thomas wendet und steuert wieder auf den Warnemünder Seekanal zu.
"Bordstein" legt CCR auf. Wir passieren erneut die johlende Meute an der Mole und steuern heimwärts.
Nach einer guten Stunde kommen wir wieder im Stadthafen an. Unser Liegeplatz ist längst belegt, eigentlich unfair, denn der gehört Thomas. Aber alles kein Problem, man kennt sich ja... Wir legen längsseits im Päckchen an, verzurren den Kahn und schmeißen ein paar Bohlen über die Reling.

Der Törn ist zu Ende, der Abend aber noch lange nicht. Die meisten machen sich erstmal wieder ein Bier auf.
Ein Strohhut macht die Runde, jeder schmeißt ein paar Euro für die musikalische Untermalung hinein. Geizig ist keiner.
Die Jungs von "Bordstein" zeigen keinerlei Verschleißerscheinungen und machen weiterhin ordentlich Krach. Auf den Nachbarkähnen wird begeistert mitgefeiert, auch an Land formieren sich spontan einige Amateurtanzformationen.

Das Feuerwerk beginnt. Etwas lasch für unsere Begriffe, früher war das Geballer wesentlich pompöser. "Bordstein" untermalt dieses mit dezenten Gitarrenklängen.

Das Wetter ist top, klarer Himmel, schön warm. Der Abend zieht sich, weitere Flachmänner machen die Runde.
Bei den ersten Expeditionsteilnehmern zeigen sich leichte Ermüdungserscheinungen, Totalausfälle sind nicht zu beklagen.
Wir kämpfen gegen die Uhr. Als der kleine Zeiger der 3 zustrebt, geben die ersten Truppenteile auf. Andere folgen, der Kahn leert sich zunehmend. Thomas überredet uns noch zu einem Kümmerling, grausames Zeug. Wir würgen diese Brühe tapfer hinunter und bilden eine weitere Gruppe von Spätheimkehrern.
Ein gewisser Tunnelblick macht sich bemerkbar. Dennoch überwindet jeder wie eine Gazelle die Bohlen zum beiligenden Kahn und gelangt an das rettende Ufer.

Alle norden sich ein und scheren sich erhobenen Hauptes vernünftig und ordnungsgemäß nach Hause.

 

Impressionen Hanse-Sail 2009

 

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Impressionen Hanse-Sail 2010

 

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Bilder und Logos wurden veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von:

 

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