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"Timbo" und "Nana" sind erlöst! Drucken

Der Bananenjäger "John Brinckman" versucht sich schon zum paarunzwanzigstem Male in Conakry/Guinea an der Bananenfahrt.
Das war vor 45 Jahren.

 

Kapitän Düerkop und Funker Felix lernen in Guineas Hauptstadt einen belgischen Tierfänger kennen. Der schwärmt von einem guten Fernglas aus dem Sortiment des Carl Zeiss Jena: "Bringt mir so eins mit, ich gebe euch zwei Schimpansenbabys dafür" lautet das utopisch klingende Angebot.
Das Glas spendet die Deutsche Seereederei. Der Deal klappt. Zwei Schimpansenbabys bekommt der Rostocker Zoo geschenkt.
Nur der hat dafür auch nicht andeutungsweise eine Bleibe für diese Menschenaffen!

Seit 45 Jahren gräme ich mich, das Geschäft mit eingefädelt zu haben. Vor 43 Jahren besuchte ich daraufhin dieses jämmerliche Tierasyl zum letzten Mal.
Dort wurden die  beiden bedauernswerten Geschöpfe "Timbo" und "Nana" getauft, das lindert schon mal die Haftbedingungen und zeugt von sehr familiären Umgang.
Des weiteren wurde ihre Betonfläche von ca. 3 x 4 Metern mit feinsten Boitzenburger Fliesen umgrenzt, nach vorn beeinträchtigen nur Gitterstäbe ein wenig den unverbauten Blick.
Enorme Kurzweil verschaffen sich von Zeit zu Zeit die beiden, wenn sie kacken müssen.
Dann schleudern sie im Rundwurf ihr Ergebnis in die sie teils mit Begeisterung, teils mit Wehmut betrachtenden Zoobesucher.
Ein schräger Baumstamm und ein daran aufgehängter Autoreifen laden zu vielseitigen Aktivitäten ein.
45 Jahre lang!
Als ich nach ein paar Reisen unsere Geschenke im Teenie-Alter dort vor sich hinstarren sah, da musste ich mich abwenden und eine Träne zerdrücken. Kannte ich doch hinreichend ihr früheres Umfeld.
Die beiden Babys waren gewildert, ihren erschossenen Müttern aus dem Pelz genommen.

"Im Moment ist das Geld für ein neues Affengehege nicht beisammen" schrieben in regelmässigen Abständen die örtlichen Zeitungen.
Und so verdrängten die wirtschaftlichen Interessen dieses Tierparks das Nachdenken über die Tierquälerei in so einem Pferch. Dieses wertvolle frische Erbgut aus dem westafrikanischen Busch hätte doch sicherlich mit gutem Gewinn an einen Tierpark veräußert werden können, der diesen Geschöpfen eine artgerechtere Haltung bieten konnte.

 

nadelOstsee-Zeitung - Wochenendausgabe vom 28./29. August 2010

Abschied von Timbo

 

Jetzt ist "Timbo" verstorben und seine Gattin folgte ihm nach völliger Vereinsamung auf dem Fusse, bzw. ein mitleidender Tierarzt machte dem grausigen Spiel ein Ende.


nadelOstsee-Zeitung - Wochenendausgabe vom 4./5. September 2010

Letzter Schimpanse eingeschläfert

 

Einen Gorilla und vier Orang-Utans gönnt sich eingelocht der Rostocker Zoo noch.
Deren Anblick reizt mich nicht. Es soll noch der gleiche sein, wie vor 50 Jahren!
Im März 2012 sollen deren Wohnverhältnisse nun endlich verbessert werden.

43 Jahre habe ich mir das Rostocker "Zooerlebnis" nicht wieder gegönnt, ich habe auch nicht Zoologie studiert.
Dieses Studium ist wohl auch erforderlich, um nach Abschluss sein Tagwerk als etwas anderes zu empfinden, als es sich Tierfreunden darstellt, als Tierquälerei und Grausamkeiten gegenüber der anvertrauten Kreatur nicht so todernst zu nehmen.

 

Zwei Kapitel meines Buches sind dieser Thematik gewidmet.

Die Links rufen das entsprechende Kapitel in der Online-Ausgabe auf. Beachtet bitte, daß der Browser 220 Buchseiten durchsuchen muß, um das entsprechende Kapitel zu finden und das dieser Vorgang ein wenig dauert.

 

nadelDer Hinterhalt (Seite 82)

nadelEine Affenschande (Seite 103)

 

Die letzten lustigen Tage auf See vor der Zuführung in die JVA Rostock...


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Die Ostsee-Zeitung verweigerte auf Nachfrage die Erlaubnis für eine direkte Einbindung ihrer Artikel als JPG, gestattet aber freundlicherweise die Verlinkung in ihr Archiv.